Pippa Schneider
Entwurf eines Gesetzes zur Förderung von Unternehmensgründungen aus Hochschulen und zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Erst kürzlich haben meine Kollegin Sina Beckmann und ich uns mit einem Start-up getroffen, das von einigen Studierenden aus der Universität ausgegründet wurde. Das Projekt WasteSide entwickelt eine App, mit deren Hilfe man mit ökologisch nachhaltigem Verhalten sogenannte Challenges gewinnen und Punkte sammeln kann. Mit diesen Punkten kann man sich dann beim Studiwerk zum Beispiel einen Kaffee leisten. Insofern ist es zu begrüßen, dass wir hier die Gelegenheit haben, einmal ausführlich über das Thema Ausgründung zu sprechen. Grundsätzlich ist es gut, dass Hochschulen gründungsfreundlicher werden. Allerdings gibt es aus unserer Sicht einige wesentliche Aspekte, die im Antrag der CDU noch nicht enthalten sind. Unser Fokus bei Start-ups sollten nachhaltige Gründungen sein, bestenfalls Green-Tech-Start-ups, Erneuerbare-Energien-Start-ups oder Start-ups mit sozialem oder ökologischem Impact. Darauf geht die CDU in ihrem Antrag leider wenig ein. Bei ihr geht es vor allem um die Marktverwertung. Gesellschaftliche Innovationen, soziale Gründungen, Open-Access-Initiativen oder zivilgesellschaftliche Kooperationen? - Fehlanzeige! Transfer ist wichtig, aber nicht primär auf wirtschaftliche Verwertung zu verengen. Transfer muss stattdessen plural gedacht werden, eben auch gemeinwohlorientiert, gerade weil für Hochschulen öffentliche Gelder genutzt werden. Ein weiterer Punkt, der im CDU-Gesetzentwurf zu kurz kommt: Eine explizite Verankerung ökologischer und sozialer Kriterien für geförderte Ausgründungen fehlt. Mein Vorschlag: Man könnte die Förderung von Ausgründungen an die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele koppeln. Hier müssen Sie also noch nacharbeiten. Unseren Entschließungsantrag zur Start-up-Förderung und zur Vereinfachung von Ausgründungen haben wir übrigens bereits im Mai-Plenum eingebracht. Sie sehen also: Wir sind an diesem Thema dran. Ich freue mich sehr auf die weiteren Diskussionen, die wir hierüber im Ausschuss führen werden. Vielen Dank. Vielen Dank. - Nun hat das Wort: für die Fraktion der
