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Heiko Sachtleben

GRÜNE 13.12.2024 2:43 min Tagungsabschnitte 19/21

Neue Allianzen in der Metall- und Automobilindustrie?

Das ist die ursprüngliche Restredezeit aus der ersten Rede. Wir werden darauf achten, dass Sie zweieinhalb Minuten die Möglichkeit haben, auszuführen. Wunderbar. Danke, Herr Präsident. Ich wollte eigentlich direkt an meinen Minister anschließen. Aber, Herr Hilbers, ich muss jetzt einfach was zu Ihnen sagen. Herr Hilbers, Sie überraschen mich, aber negativ. Sie waren selbst Minister. Sie sind lange schon in diesem Geschäft. Sie stellen sich aber hierhin und fordern populistisch, dass wir zu diesem Zeitpunkt Sachen auf den Tisch legen, die es noch gar nicht geben kann. Es gibt kein Übernahmeangebot. Es gibt eine Übernahmeidee. Diese muss man doch jetzt vorsichtig und mit Feingefühl in alle Richtungen abwägen. Wir wollen doch das Beste für den Salzgitter-Konzern, wir wollen ja das Beste für Salzgitter-Stahl. Eines muss man doch ganz deutlich sagen: Salzgitter-Stahl ist nicht nur ein Pilotprojekt hinsichtlich der technischen Weiterentwicklung. Salzgitter-Stahl hat ganz klare Signale hin zum grünen Stahl gesetzt, aber gleichzeitig auch die soziale Komponente mitgedacht und in die Planung genommen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir hier ganz, ganz genau agieren. Es ist völlig klar, dass bei einer Verhüttung mit Wasserstoff weniger Menschen am Hochofen gebraucht werden. Es gibt also weniger Industriearbeitsplätze. Das hat Salzgitter-Stahl, das haben die Kolleginnen und Kollegen der Betriebsvertretung eingeplant und haben in einem genauen Zeitplan den Abbau dieser Arbeitskräfte berücksichtigt, ohne dass es zu irgendwelchen sozialen Verwerfungen kommen kann. Das ist das, was wir jetzt unterstützen und was wir sichern müssen. Die Mitbestimmung muss sicher sein, und es darf nicht zu einer Übernahme kommen, bei der die Beschäftigten auf der Straße landen. Ich muss Ihnen sagen: Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Von der Terrasse konnte ich abends den Abstich der Hütte in Watenstedt sehen. Ich kann Ihnen schwören, die Hälfte meiner Freunde und Freundinnen sind zu VW oder zu Salzgitter Stahl gegangen. Die sind jetzt dort in der Region verankert. Sie haben dort Häuser, die haben da Familien, die haben da ihr Leben. Wir haben die Verpflichtung, für diese Menschen zu kämpfen, damit sie genau dieses Leben, genau diese Zukunft auch noch in zehn und 20 Jahren haben. Deswegen kann es nur eine Übernahme geben wenn es denn eine gibt, die so gestaltet ist, dass auf jeden Fall Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass der Weg der Eigenständigkeit und der Geschlossenheit von Salzgitter Stahl hin zum grünen Stahl mit der sozialen Verantwortung weitergegangen wird. Alles andere ist undenkbar. Vielen Dank, Herr Kollege Sachtleben. - Als Nächstes hat

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