Sina Maria Beckmann
Startups und Gründungskultur in Niedersachsen stärken, verankern und Innovationen fördern
Vielen Dank. - Sehr geehrter Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir reden jetzt über die schönste Sache der Welt: über Startups. Das ist wirklich so. Kennen Sie das: diesen Moment, wenn man dabei ist, wenn etwas Neues entsteht? Ich nenne das gerne die Magie vom Gründen. Und Gründen, das ist kein Hipster-Hobby aus Berlin-Mitte - Gründen ist Mittelstand von morgen, aus Garagen, aus Hochschulen und vom Bauernhof! Das Gründen ist in Niedersachsen zu Hause. Hier wird nicht gesagt: Das geht nicht. Hier wird gefragt: Wann geht es endlich los? Niedersachsen ist GründerInnenland, eben ein Ort für Gründergeist, für Tatkraft, für Zukunftsmut. Und genau darum geht es ja bei Startups: um Mut, um Menschen, die loslegen, wo andere zögern, die nicht jammern, sondern anpacken. Oder wie mir Nina, eine Gründerin aus Oldenburg, mal sagte: Ich wollte nicht warten, bis jemand meine Idee umsetzt, also habe ich einfach gemacht. „Einfach machen" ist ja auch mein Motto, und das haben wir hier gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen. Dieser rot-grüne Antrag ist ein starkes Signal für ein zukunftsfestes Niedersachsen. Und dieser Antrag steht ganz im Zeichen unseres neuen Ministerpräsidenten Olaf Lies. Der ist gerade leider nicht da, aber er hat erkannt: Startups sind nicht die Alternative zur Industrie, sie sind ihr Turbo. Was in Niedersachsen heute schon passiert, zeigt beeindruckend der Startup-Monitor von Niedersachsen.next. Und wir wollen das auch noch steigern. Wir haben gerade schon gehört: In Niedersachsen steigt der Anteil der Gründungen. Hier wird deutlich mehr gegründet als im Bundesdurchschnitt. Der GründerInnenanteil liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit 26% , und auch die Finanzierungsrunden stiegen um 26 %. Genau dort knüpft auch die neue EU-Startup-Strategie an: Sie setzt auf starke Gründungsnetzwerke, mehr Wagniskapital, weniger Bürokratie. Und sie macht klar: Europas Zukunft braucht den Mut der GründerInnen. Das gibt Rückenwind für die Startups, auch hier bei uns im Land, in Niedersachsen. Denn was Brüssel sagt, das bringen wir mit diesem Antrag in Niedersachsen auf die Straße. Weniger Bürokratie, das bedeutet für mich auch: Wer Digitalisierung predigt, darf GründerInnen nicht mit Formularstapeln ausbremsen, und wer Innovation fordert, muss die Strukturen dafür schaffen. Und genau das machen wir mit diesem Antrag! Unsere Startups können so neue Materialien, neue Mobilitätsformen, neue Geschäftsmodelle entwickeln und ja, auch neue Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen finden. Dabei reden wir nicht nur über Green Techs - wir haben sie! Zum Beispiel erstellt noxt! engineering aus Osnabrück KI-gestützte Windgutachten. Die Mission to Marsch gGmbH aus Hannover renaturiert Moore. Und Vanevo aus Oldenburg verbessert die Redox-Flow-Batterien, um grünen Strom zu speichern. Das sind nicht nur Unternehmen, meine Damen und Herren, das sind Antworten - Antworten auf die Fragen unserer Zeit! Nina aus Oldenburg wir erinnern uns hat mir noch etwas anderes mit auf den Weg gegeben. Sie hat mir nämlich gesagt: Ich bin nicht Unternehmerin geworden, um reich zu werden. Ich bin Unternehmerin, weil ich gestalten will. Dieses Mindset wollen wir mit dem Antrag fördern und Niedersachsen noch besser machen: mit Wandeldarlehen für junge Geschäftsmodelle, mit mehr Business Angels, mehr Kapital und mehr Mut zur frühen Förderung und mit einer klaren Strategie für ländliche Räume. Denn auch in Jever oder in Gifhorn entstehen tolle Ideen. So holen wir nämlich die Green Techs und die Social Startups aus der Nische und stärken auch den GründerInnenanteil. Warum? Wer zum Beispiel CO2 spart oder digitale Teilhabe für Menschen mit Behinderung schafft, der gründet ja nicht weniger wirtschaftlich. Hier wird einfach mit mehr Wirkung gegründet, meine Damen und Herren. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stärken mit diesem Antrag nicht nur GründerInnen, Startups oder die HTIs, wir fördern auch das Innovationsklima an unseren Hochschulen. Wir machen Regionen zukunftsfest, und wir bringen Startups, Mittelstand und Industrie an einen Tisch. Was wir heute für Niedersachsen auf den Weg bringen, ist schon etwas Besonderes. Es ist nämlich das neue wirtschaftliche Selbstverständnis eines Landes, das gestalten möchte. Ich hoffe sehr, das wird das Markenzeichen unseres neuen Ministerpräsidenten und auch unseres neuen Wirtschaftsministers. In diesem Sinne: vielen Dank. Die nächste Wortmeldung: aus der Fraktion der CDU die
