Detlev Schulz-Hendel
Den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Journalismus transparent gestalten
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Veränderungen unserer Gesellschaft durch KI sind rasant und ein allgegenwärtiges Thema. Auch der Journalismus steht zwangsläufig Vorteilen und Risiken dieser Technik gegenüber. KI kann zweifelsohne auch für Journalistinnen und Journalisten ein hilfreiches Werkzeug sein. Ich nenne als Beispiel: umfangreiche Datenbanken in Sekundenschnelle auswerten. Oder sie kann auch darauf trainiert werden, Ungenauigkeiten in Nachrichtenartikeln zu entdecken. So kann KI die Arbeitsbelastung im Journalismus verringern. Was sie aber nicht kann und das ist ganz entscheidend, ist, Journalismus ersetzen. Sie besitzt nicht das Urteilsvermögen, um kritisches Denken und die Intuition von JournalistInnen zu ersetzen. Und sie genießt vor allem nicht das Vertrauen, das wir gemeinsam seriösem Journalismus entgegenbringen. Gerade weil KI immer nur so gut ist wie die Daten, auf deren Grundlage sie trainiert wird, ist das so. Wir brauchen einen starken Journalismus, und KI ersetzt nicht die Arbeitskräfte. Sind Daten verzerrend oder sogar diskriminierend, spiegelt sich diese Verzerrung und Diskriminierung logischerweise auch in den Ergebnissen wider. Ich will ganz kurz zwei Sätze zum Antrag sagen. Erstens müssen Menschen erkennen können, ob Nachrichtenartikel KI-generiert sind oder aus der Feder von Journalisten stammen. Zweitens schauen wir uns genau die Daten an, mit denen KI trainiert wird. Wir müssen ich komme zum Ende eine faire, angemessene, rechtssichere Vergütung für die UrheberInnen der Werke sicherstellen. KI im Journalismus kann ein sinnvolles Werkzeug sein, aber wir brauchen eindeutige und klare Rahmenbedingungen, und die stellen wir mit diesem gemeinsamen Antrag sicher. Danke schön. Vielen Dank. - Für die Landesregierung hat sich Ministerpräsident Olaf Lies
