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MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky

fraktionslos 08.02.2024 1:50 min Tagungsabschnitte 19/13

Wohnortnahe und flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln in Niedersachsen gewährleisten: Pharmaziestudienplätze konsequent ausbauen und Apotheken stärken!

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die CDU will das Apothekensterben jetzt mit der Einrichtung eines zweiten niedersächsischen Pharmazie-Studiengangs kurieren. Warum haben Sie das nicht versucht, bevor rund jeder dritte Apothekenleiter in Deutschland über 60 Jahre alt wurde? Ihr zweiter und auch schon letzter Vorschlag ist ein Landesförderprogramm - oder wie es im Beipackzettel stehen würde: Symptombehandlung mit Steuermillionen. Dabei rufen uns die Apotheker seit Jahren zu, wo es wehtut: Sie klagen über die erdrückende Konkurrenz durch Onlinehändler - und das, obwohl selbst die meisten EU-Länder den Versand rezeptpflichtiger Medikamente verbieten. Sie klagen über immer mehr Bürokratie. Da müssen längst etablierte Apotheken noch mal nachweisen, dass sie für die Lagerung von Kompressionsstrümpfen geeignet sind. Und sie klagen über gestiegene Personal- und Energiekosten bei unveränderter Pauschalvergütung pro Rezept. Die ist nämlich seit 2013 nicht mehr gestiegen. Stattdessen wurde erst zum Monatsanfang ein Abschlag an die maroden Krankenkassen drastisch angehoben. Die jährliche Zusatzbelastung für eine durchschnittliche Apotheke: 6 000 Euro. Es fehlt also nicht nur an Nachwuchs, sondern und vor allem an erträglichen Rahmenbedingungen, die wieder Lust auf den Beruf machen. Nicht zuletzt hilft auch die beste Apothekendichte nicht, wenn die Rentabilität fehlt und keine Medikamente verfügbar sind, weil Ihre Parteien durch Ihre Politik die Produktion in Europa wirtschaftlich uninteressant gemacht haben. Vielen Dank. Danke schön, Herr Rakicky. - Die nächste Wortmeldung kommt

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