Eva Viehoff
Von der Praxis ins Herz der Region: Kinderärzte vor Ort stärken
Ich möchte hier als Beispiel den pädiatrischen Weiterbildungsverbund nennen, bei dem die fachliche Weiterbildung in der Region stattfindet. Hier ist es entscheidend, dass die Ärztinnen und Ärzte in der Region arbeiten und dann auch häufig für die Versorgung dort verbleiben. Nicht umsonst hat dieses Modell im Jahre 2025 den Niedersächsischen Gesundheitspreis erhalten. Wir brauchen also keine kurzfristigen Schlagzeilen, wir brauchen langfristige Versorgungssicherheit. Allerdings brauchen wir auch mehr Kooperationen mit Kliniken und Praxen. Und auch da kann ich wieder nur den Bund ansprechen: Artikel 79 a SGB V sollte KinderärztInnen mit aufnehmen und damit eben auch die Förderung von Weiterbildungsstellen im ambulanten Bereich finanziell fördern. Das steht nicht direkt so in Ihrem Antrag, das meinen Sie aber sehr wahrscheinlich. Denn eine Kinderarztquote ersetzt keine strukturellen Reformen. Kinder und Familien brauchen da sind wir uns einig wohnortnahe Praxen, verlässliche AnsprechpartnerInnen über die Frage, ob das immer ÄrztInnen sein müssen, könnte man auch noch lange reden und gute Arbeitsbedingungen. Deshalb ist die Sicherstellung der kinder- und jugendärztlichen Versorgung ein zentrales Anliegen dieser Landesregierung. Aber wir handeln mit Fachlichkeit und mit dem Ziel gleicher Gesundheitschancen für alle Kinder. Kindergesundheit darf kein Randthema sein. Wer heute in die Gesundheit von Kindern investiert, legt das Fundament für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Deshalb lassen Sie uns den Antrag ausführlich diskutieren und gemeinsam um nachhaltige Reformen ringen. Ich freue mich auf die Beratung im Ausschuss. Vielen Dank. Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
