Delia Klages
Regionale Daseinsvorsorge und Zusammenhalt in den ländlichen Räumen stärken - Erfahrungen aus dem Modellprojekt "Regionale Versorgungszentren (RVZ)" weiterentwickeln und landesweit ermöglichen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Unsere ländlichen Regionen stehen vor ernsten Problemen. Die medizinische Versorgung ist in Gefahr. Es ist unhaltbar, dass unsere ländlichen Regionen ausbluten, obwohl es in den Städten eine Überversorgung gibt. Auch abseits der urbanen Zentren muss es eine angemessene medizinische und soziale Versorgung geben. Welche Rolle sollen die Regionalen Versorgungszentren spielen? Sie könnten eine Ergänzung sein, um die Grundversorgung sicherzustellen und soziale Kontakte zu fördern. Doch lassen wir uns nicht täuschen: RVZ sind kein Ersatz für Krankenhäuser. Es muss sichergestellt werden, dass die bestehende Infrastruktur an Krankenhäusern in ländlichen Gebieten erhalten bleibt und gestärkt wird. Basierend auf den Erfahrungen der bisherigen Modellprojekte habe ich Zweifel, dass diese Zentren den wahren Bedarf in den ländlichen Regionen decken können. Und wie soll bitte bei all den Funklöchern in unserem Land die Telemedizin funktionieren? Schaffen Sie als Regierung doch erst einmal die notwendige Infrastruktur! Und was bitte soll ein Gesundheitskiosk in dem Bereich eines RVZ leisten? Noch mehr niederschwellige Beratung in noch mehr Sprachen? Was fehlt, sind medizinische Behandlungsangebote im ländlichen Raum und nicht mehr Berater. Und wer bitte soll am Ende solch einen Kiosk finanzieren? Doch wohl hoffentlich nicht der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen! Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Die nächste Wortmeldung kommt von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
