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Delia Klages

AfD 18.06.2024 4:58 min Tagungsabschnitte 19/17

Gefahren der Humanen Papillomviren: Welche Maßnahmen unternimmt die Landesregierung zur Bekämpfung?

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich danke den Kollegen der SPD für das Thema der Fragestunde. Impfungen waren und sind ein hochsensibles Thema. Wir haben es heute schon mehrfach gehört: Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und sind eine große Gefahr nicht nur für die jungen Menschen, sondern ‑ wir haben es gehört ‑ auch Menschen, die dem jugendlichen Alter entwachsen sind, sind gefährdet. Jährlich erkranken in Deutschland Tausende an HPV-bedingten Krebserkrankungen. Die Initiative „T(w)o be safe“ hat das Ziel, die Impfquote gegen HPV in Niedersachsen zu erhöhen. Auch wenn es insbesondere an Jugendliche gerichtet ist: Es ist eine gute Kampagne. Dabei sind jedoch einige kritische Fragen zu betrachten, und zwar: Sind die Maßnahmen stets im besten Interesse unserer Kinder? ‑ Es ist wichtig, dass wir die Fehler, die im Zuge der Corona-Pandemie gemacht wurden, nicht wiederholen; denn einmal verspieltes Vertrauen ist nur sehr schwer zurückzugewinnen. Wir haben gesehen, wie schnell staatlich verordnete Impfungen und Einschränkungen der Grundrechte implementiert wurden. „Geimpfte können Krankheiten nicht übertragen“ ‑ eine von vielen falschen Aussagen gerade im Zusammenhang mit den Corona-Infektionen. Und dann der maßlose Druck auf die Ungeimpften, sodass man von Freiwilligkeit in keiner Weise mehr reden konnte. Dieser Druck darf sich unter keinen Umständen bei der HPV-Impfkampagne wiederholen. Eine freie und informierte Impfentscheidung muss zu jeder Zeit gewährleistet bleiben. Monitorings, die die Impfbereitschaft und die Impfakzeptanz verschiedener Bevölkerungsgruppen in Deutschland erfassen, zeigen deutliche Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Deshalb müssen besonders auch Jugendliche mit Migrationshintergrund für dieses Thema sensibilisiert werden. Aufklärung und Akzeptanz sind essenziell, um Vertrauen in eine Impfung zu schaffen. Mit steigendem Vertrauen in die Impfung und in die Sicherheit einer Impfung und in das deutsche Gesundheitssystem steigen die Chancen, geimpft zu sein. Umso bedauerlicher ist es, dass in einer Umfrage aus dem Februar 2023 nur noch 40 % unserer bundesdeutschen Bevölkerung Vertrauen in unser Gesundheitssystem haben. Es ist also von größter Bedeutung, hervorzuheben, dass die HPV-Impfung keinen umfassenden Schutz gegen alle Infektionskrankheiten bietet. Verlassen wir uns auf die Impfung, können falsche Sicherheiten entstehen. ‑ Da brauchen Sie gar nicht den Kopf zu schütteln, Herr Gäde. Es ist wichtig, dass den Jugendlichen klargemacht wird, dass eine Impfung nicht Schutz in allen Lebenslagen bedeutet. Safer Sex bleibt für die geimpften Jugendlichen ein unverzichtbares Thema. Es stellt sich auch die Frage, ob unsere Lehrerinnen und Lehrer wirklich ausreichend qualifiziert sind, um Biologieunterricht und gesundheitliche Aufklärung auf einem entsprechenden Niveau durchzuführen, also so speziell, wie dies medizinisch geschultes Personal leisten könnte. Die Corona-Impfkampagnen haben gezeigt, dass Skepsis und Bedenken nicht einfach weggedrückt werden können. Vor allem in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen braucht es immer eine wirklich gründliche Aufklärung. Der Staat sollte sich niemals als allwissend präsentieren, sondern immer den Dialog suchen. Kein Kind, kein Jugendlicher darf zur HPV-Impfung gezwungen werden. Eine informierte Entscheidung ist essenziell, und die körperliche Unversehrtheit steht über staatlichen Gesundheitsprogrammen. Nach Corona ‑ das haben ja die Regierungsparteien alle miteinander zu verantworten ‑ ist die Impfbereitschaft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Es ist also schwieriger, sein Kind und Jugendliche jetzt selbst für sinnvolle Impfungen zu sensibilisieren. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen Dank, Frau Kollegin Klages. - Als Nächstes hat sich zu Wort

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