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Jürgen Pastewsky

AfD 17.04.2024 2:20 min Tagungsabschnitte 19/15

Gesund im öffentlichen Dienst: Betriebliche Fitness für Bedienstete des Landes als attraktiver Arbeitgeber

Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der vorliegende Entschließungsantrag greift in der Tat ein wichtiges Thema auf. Und ja, wir wissen, wie das ist, wenn man mehr als acht Stunden am Tag arbeitet. Seien Sie sicher! Ich persönlich mache das seit fast 43 Jahren. Es ist sicherlich richtig, sich mit dem Wohlbefinden der Beschäftigten der Landesverwaltung zu befassen. Und da die sitzenden Tätigkeiten bei vielen überwiegen, kann dies in der Tat zu Beschwerden des Bewegungsapparates sowie zu Herz-Kreislauf-Problemen führen. Deshalb ist die Förderung von sportlichen Aktivitäten sicher zu befürworten. Dies mag nicht nur zur Verbesserung der körperlichen, sondern ebenso der seelischen Gesundheit führen. Mit einem zusätzlichen Angebot drückt sich auch Wertschätzung für die Beschäftigten aus. Das trägt sicherlich dazu bei, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Dabei bleiben wir aber bei unserer Einstellung, dass mündige und freie Menschen in der Lage sind, ihr Leben eigenständig zu gestalten. Sie bedürfen daher nicht alle der staatlichen Betreuung. Es darf also nur um Angebote gehen und nicht etwa um zusätzliche Bürokratie, die wir befürchten. Will Rot-Grün Fitnessbeauftragte installieren, die dann die sportlichen Aktivitäten überprüfen, die dann jeden Montag die Sportmeldungen entgegennehmen, auswerten und dann Motivationsgespräche führen müssen, wenn ein Kollege sein Soll nicht erfüllt hat? Ergibt sich etwa für das Landesamt für Statistik ein neues Betätigungsfeld? - Wir hoffen nicht. Es kommt also auf die Detailregelung an. Und da sind wir gespannt auf die weiteren Beratungen. Die Beteiligung an den Kosten der Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio als zusätzliches Gehalt ist zu befürworten. Eigene Fitnessräume einzurichten, wird am Aufwand scheitern. Wer soll sich darum kümmern? Und ob dies die Krankheitsquote dann wirklich signifikant senkt, bleibt abzuwarten. Zu den Kosten: Wenn der gesamte von Ihnen aufgeführte Personenkreis ‑ also 379 000 Menschen ‑ davon profitieren soll und monatlich 20 Euro pro Person anfallen, dann ergeben sich fast 100 Millionen Euro Kosten jährlich. Aber es ist sicherlich gut angelegt und besser, als diesen Betrag zum Beispiel in einer Landeswohnungsgesellschaft zu versenken. Zusammenfassend: Angebot zur Förderung sportlicher Aktivitäten: ja. Bürokratie: nein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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