Harm Rykena
Ergebnis IQB-Bildungstrend 2024 für Niedersachsen: Platz 13 vor NRW, Hessen und Bremen
Vielen Dank. - Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Im Rahmen der Studie „Bildungstrend 2024" des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der Humboldt-Universität zu Berlin wurden bundesweit 48 000 Neuntklässler an mehr als 1 500 Schulen getestet. In Niedersachsen nahmen 2 563 Schüler aus 84 Schulen an der Studie teil. Überprüfungsgegenstand waren die Kompetenzen im Fach Mathematik sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik, Chemie und Biologie. Im Fach Mathematik belegt Niedersachen im Vergleich der Bundesländer den 14. Platz vor NRW und Bremen. Gegenüber 2018 verzeichnet Niedersachsen vor Thüringen und NRW in diesem Sachgebiet einen Leistungsrückgang um 29 Punkte. Das bedeutet, dass 37,1 % der getesteten niedersächsischen Schüler den Mindeststandard in Mathematik für den mittleren Bildungsabschluss nicht erreichen. In den naturwissenschaftlichen Fächern erreichte Niedersachsen 464 bis 466 Punkte und befindet sich damit unterhalb des Bundesdurchschnitts. „Bei 26,3 Prozent der Neuntklässler stimmt die Chemie nicht, 18,2 Prozent scheitern an den Mindeststandards in Physik und in Biologie immerhin 11,8 Prozent. Das sind insgesamt verheerende Ergebnisse für Niedersachsens Schulen." So der Philologenverband Niedersachsen. In der Gesamtbewertung der IQB-Studie „Bildungstrend 2024" nimmt Niedersachsen den 13. Platz unter den 16 deutschen Bundesländern ein. Daher stelle ich folgende Fragen: 1. Welche Einschätzung nimmt die Landesregierung hinsichtlich des Ergebnisses der IQB-Studie „Bildungstrend 2024" für Niedersachsen vor? 2. Welche Umstände sind nach Kenntnis der Landesregierung jeweils teilursächlich für das festgestellte Resultat der Studie „Bildungstrend 2024" für Niedersachsen? 3. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung auf welchen Feldern ergriffen bzw. wird sie gegebenenfalls ergreifen, um nach der Auswertung zukünftiger Datenerhebungen im schulischen MINT-Bereich einen der oberen Plätze in der Rangliste der Bundesländer bei Bildungsvergleichen einzunehmen? Vielen Dank. Vielen Dank, Herr Kollege Rykena. -
