Delia Klages
Ein interdisziplinäres Versorgungsangebot für schwer betroffene Menschen mit Fatigue-Syndrom etablieren
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! So viel Einigkeit bei dem Thema Bewältigung der COVID-19-Pandemie! Den Schaden, den Sie alle angerichtet haben, den kann man mit einem interdisziplinären Versorgungsangebot nicht beheben. Sie haben die Grundrechte der Menschen außer Kraft gesetzt. Sie haben Angst gesät. Sie haben das Vertrauensverhältnis vieler Patienten zu ihren Ärzten zerstört. Sie haben Geimpfte gegen Ungeimpfte aufgehetzt. Sie haben behauptet, die Impfung würde vor einer Erkrankung schützen. Sie haben behauptet, Geimpfte könnten das Virus nicht übertragen. Und Sie haben aus einer erschreckenden Anzahl von Kindern Psychiatriepatienten gemacht. Und Sie haben alte Menschen einsam sterben lassen. Ich könnte die Liste noch weiterführen. Wie sollen Ihnen die Menschen jemals wieder vertrauen? Ich sagte es eben: Das wird wohl kaum möglich sein. Ich kenne keinen Ungeimpften, der es bereut hat, nicht geimpft zu sein. Und bei den Geimpften dürfte sich das wohl ganz anders verhalten. Was mich aber wirklich, wirklich wütend macht, ist die Dreistigkeit, mit der Sie behaupten, die Impfung hätte vor einer Infektion schützen können. Ja, die COVID-19-Pandemie hat große wirtschaftliche und soziale sowie gesundheitliche Herausforderungen mit sich gebracht. Und ja, wir sehen vermehrt langfristige gesundheitliche Folgen. Das Fatigue-Syndrom zeigt sich bei Long-COVID-Patienten sowie bei Impfschäden. Es ist völlig richtig, Versorgungsstrukturen für Impfgeschädigte und Long-COVID-Patienten an den Unikliniken einzurichten. Es freut mich ganz besonders, dass vielleicht auch der AfD-Antrag in der Drucksache 20/6912 Anlass für Ihren Antrag war. Es ist erforderlich, dass die Impfgeschädigten neben einer optimierten Versorgung auch als Impfopfer anerkannt werden. Klar geht es auch um kürzere Bearbeitungszeiten für die Beschäftigten des Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie. Aber in erster Linie muss gewährleistet werden, dass Impfschäden besser erkannt und anerkannt werden. Dazu muss zunächst eine differenzialdiagnostische Methode entwickelt werden, die es ermöglicht, Impfgeschädigte besser zu identifizieren. Klar, wenn man Off-Label-Medikamente einsetzen will - Frau Klages, lassen Sie eine Zwischenfrage des Abgeordneten Grosch zu? Nein, ich lasse keine Zwischenfrage zu. Wenn man Off-Label-Medikamente zur Behandlung der Symptome einsetzen will, dann braucht man ganz bestimmt die Universitätsmedizin. Ich freue mich auf umfangreiche Anhörungen im Ausschuss und im Anschluss auf intensive Beratungen. Vielen Dank.
