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Thomas Uhlen

CDU 29.01.2026 1:37 min Tagungsabschnitte 19/31

Soziale Beratung in Niedersachsen weiterentwickeln - Zugänge verbessern und Menschen wirksam unterstützen

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kollegin Viehoff, in der Tat schließen auch wir uns den Genesungswünschen an Frau Schendel an. Vielleicht hätte sie die Fragen beantworten können, die Eike Holsten und auch mir auf der Seele brennen, nämlich die Fragestellungen danach, inwiefern der Zeitplan überhaupt eine realistische Umsetzungsmöglichkeit für eine Strukturreform in der sozialen Beratung ermöglicht. Die Fragestellung, die uns noch viel mehr umtreibt, ist, ob Sie sich gar nicht die Strukturfragen innerhalb der Inhalte stellen. Denn die zentralste Frage, die wir uns stellen müssen, ist doch, warum Menschen überhaupt in die soziale Beratung kommen. Es ist zu häufig die Problematik, dass wir Gesetzesvorhaben hier so umsetzen, dass Menschen keine proaktive Hilfe bekommen. Gott sei Dank wird sich da jetzt auf Bundesebene mit der Sozialstaatsreform hoffentlich einiges ändern, sodass wir dann auch automatisierte Leistungen haben. Gerade im Bereich Wohngeld kommen verschiedenste Problematiken zusammen, die Menschen in Beratungsangebote hineintreiben und die alle damit zu tun haben, dass wir insbesondere auch auf der Grundlage Ihrer Gesetzesvorhaben und Ihrer Verwaltungsvorgaben einen Wirrwarr geschaffen haben, welcher dazu führt, dass die Menschen diesen Dschungel nicht durchschauen. Sie bekämpfen nicht den Dschungel, Sie bekämpfen nicht die Problematik, sondern im Gegenteil Sie bekämpfen nur die Symptome. Sie kleben ein Pflaster auf eine alte Wunde, die uns allen bekannt ist, nämlich eine Überbürokratisierung des gesamten Sozialsystems. Das werden wir auf Bundesebene, aber auch hier im Land anpacken und adressieren. Herzlichen Dank. Frau Viehoff macht sich schon bereit.

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