Ansgar Georg Schledde
Grüner-Wasserstoff-Standort Niedersachsen - wie entwickelt sich die Infrastruktur?
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Unser Land steht unmittelbar vor dem nächsten linksgrünen Energieflop, dem vierten nach dem Aus für die Kernkraft, dem Heizungsverbot und dem Solar- und Windirrweg. Das neue ideologische Zauberwort heißt „grüner Wasserstoff". Doch hat er wirklich das Potenzial, die Deindustrialisierung zu stoppen, also die Strompreise zu senken, Betriebe zu entlasten sowie Zehntausende Jobs zu sichern? Können wir so bereits verlorenen Wohlstand zurückholen und die Verarmung abwenden? Leider ist das für mich nicht erkennbar. Stattdessen rasen wir weiter ungebremst in ein gigantisches energiepolitisches Desaster. Denn niemand ist bereit, freiwillig privates Geld in Wasserstoff, in grüne Wasserstoffutopien zu investieren. Stattdessen springt mal wieder die Regierung ein. Im Klartext: Erneut müssen wir Steuerzahler für eine höchst zweifelhafte Idee bluten, ohne Aussicht auf billigen Strom, ohne die Abwanderung der Industrie auch nur zu bremsen, ohne den Wohlstand in unserem Land zu bewahren. Meine Damen und Herren, ja, auch Unternehmer halten Jubelvorträge über grünen Wasserstoff, darunter die Salzgitter AG oder Thyssenkrupp. Beide Unternehmen bejubeln die verrückte Idee, Wasserstoff in der Stahlproduktion einzusetzen. Nur sind Reden und Bezahlen zwei verschiedene Paar Schuhe. Denn bisher ist kein einziger Betrieb bereit, irgendeine der Utopien ohne Subventionsversprechen umzusetzen. Dabei geht es um staatliche Milliardenzuschüsse. Außerdem weiß niemand, woher die Massen Wasserstoff kommen sollen. Und auch nicht, wie teuer der deutsche Stahl dadurch wird. Vermutlich liegen die Preise weit über denen des Weltmarktes. Mit anderen Worten: weitere Milliardenzuschüsse müssen fließen für die Transformation in das linksgrüne Paradies. Für mich bleibt die Theorie vom grünen Wasserstoff daher eine vage Vision, eine wilde Fantasie, ein politisches Märchen. Denn das Ganze ist schlicht und einfach nicht rentabel. Und wer in der Schule aufgepasst hat, weiß auch warum. Dort habe ich gelernt, mit Elektrolyse kann man aus Wasser Sauerstoff und Wasserstoff machen. Super Sache! Allerdings geht nichts ohne Strom. Nun zeigt aber eine einfache Energiebilanz: Um Wasserstoff zu gewinnen, aus dem Strom erzeugt werden soll, wird zunächst ziemlich viel vermutlich zu viel Strom gebraucht. Welchen Sinn soll das haben? Lassen Sie uns einmal kurz nachrechnen, wie es funktionieren soll. Eine Zehn-Megawatt-Elektrolyseanlage kann bis zu 1,3 Millionen t Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Für deren Produktion werden stolze 71,5 TWh elektrischer Energie benötigt. Dafür benötigen wir Windkraftanlagen mit rund 36 GW Leistung. Das entspricht fast der Hälfte der Kapazitäten in Niedersachsen. Für den Betrieb einer einzigen Elektrolyseanlage müssten wir also die Zahl der Windräder um satte 50 % erhöhen. Oder - Herr Siebels, für Sie nächstes Mal. Oder es müsste vielen Haushalten und anderen Betrieben der Strom abgeschaltet werden. Einen Moment, bitte, Herr Schledde! Lassen Sie eine Zwischenfrage zu? Nein, danke! - Ist doch alles schön heute Morgen! Ein absurder Plan, der nichts mit der Realität zu tun hat. Davon will aber in linksgrünen Regierungsbüros keiner etwas wissen. Schließlich passt das nicht in Ihre Ideologie der selbsternannten Klimafanatiker. Deren Wirtschafts- und Energiepolitik bedeutet nämlich Zentralverwaltungswirtschaft, besser bekannt als grüne, sozialistische Planwirtschaft. Und die ist ganz und gar unvereinbar mit den freiheitlichen Werten der AfD. - Das freut Sie. Ja, mich auch. Meine Damen und Herren, wir wollen nicht mit Steuergeld unwirtschaftliche Utopien finanzieren, wir wollen bezahlbare Energie für alle, für Familien und für Unternehmen. Denn sie sind unsere Zukunft und hoffentlich Sie nicht! Vielen Dank.
