MUDr. PhDr. / Univ.Prag Jozef Rakicky
Weg mit der Maskenpflicht im Nahverkehr
MUDr. PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky (AfD): Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! In Niedersachsen ist das Tragen einer OP-Maske oder chirurgischen Maske bzw. Medizinalmaske die Bedingung, um mit Bus oder Bahn zu fahren. Der Maskenzwang im Nahverkehr wurde aktuell von Ministerin Frau Behrens bis Ende Januar verlängert. (Grant Hendrik Tonne [SPD]: Das ist richtig!) In der heutigen Presse habe ich sogar gelesen, dass unser ehemaliger Umweltminister und jetziger Verkehrsminister Herr Lies diese Verlängerung gut- heißt und mit folgenden Argumenten bekräftigt: Wir haben kaltes Wetter, wir haben volle Krankenhäuser, 100 Tote pro Woche, und wir erwarten im Winter eine Corona-Welle. - Herr Lies, ich weiß nicht, woher Sie Ihre Informationen haben. Aber von diesen Argumenten ist nur das Argument „kaltes Wetter“ wahr. Wir haben in Niedersachsen eine sinkende Corona-Inzidenz, wir haben eine hohe Grundimmunisierung, und wir haben die Erfahrung, dass die aktuellen Infektionen mit Corona-Mutationen in der absoluten Mehrheit oligooder asymptomatisch sind. (Vizepräsidentin Meta Janssen- Kucz übernimmt den Vorsitz) Der Bundesrat hat im Oktober zu Recht COVID 19 als besonders ansteckende Krankheit aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen. Viele Länder haben die betreffenden Maßnahmen restlos fallengelassen. Die Grundidee für die Maskenbenutzung ist der Schutz vor Verbreitung der Corona-Infektion. Das kann man verstehen. Das Problem ist nur, dass diese 0,1 μm große Coronaviren durch diese Maske wie durch das Scheunentor gehen. Die Aerosole - das sind die Virus-Wassertröpfchenkomplexe, die bis zu 100 μm groß sind - gelangen genauso durch die Maske. Den einzigen Schutz, den diese Maske bei korrektem Tragen gewährt, ist der gegen Tropfen. Das sind die Speichelteile, die die Menschen beim Sprechen mehr oder weniger produzieren und ausstoßen. Nicht alle wissen, dass die OP-Maske in verschiedene Größten erhältlich ist, von S bis XL. Die Maske muss passend zur Gesichtsgröße getragen werden. Die Maske muss dicht angelegt werden, darf nicht feucht werden und sollte möglichst nach jeder Benutzung gewechselt werden. Atmen durch die Leckagen, häufiges Absetzen, fehlende Nasenbedeckungen und zu viele Maskenpausen sind jedoch der Alltag. Nehmen wir aber einmal an, dass diese Maske korrekt getragen wird, dass sie also die korrekte Größe hat und sie die Anzahl der Tröpfchen reduziert - keine Aerosole und keine Viren. Haben wir dadurch eine reduzierte Infektionsgefahr oder Ansteckungsgefahr? Dazu gibt es in wissenschaftlichen Zeitschriften Studien, z. B. im Journal of Internal Medicine wurde im November 2021 eine dänische Studie publiziert, in der Henning Bundgard, Chefarzt am Rigshospitalet in Dänemark, und Professor für Kardiologie mit seinen Kollegen 6 000 Frauen und Männer auf das Tragen bzw. Nichttragen einer Maske in der Öffentlichkeit randomisierte. Die Studie zeigte keine statistisch signifikante Reduktion von COVID-19-Ansteckungen in der Maskengruppe. Das heißt, dass das alleinige Tragen dieser Medizinalmaske keinen Schutz vor einer Ansteckung bietet. (Beifall bei der AfD) In der gleichen Zeitschrift wurde bereits 2020 eine Studie aus Südkorea publiziert, die interessant ist. Da hat man Patienten mit Corona aus ca. 30 cm Entfernung einmal mit Maske und einmal ohne Maske eine Petrischale anhusten lassen. Dabei zeigte sich, dass die Virusreproduktionsrate in der Petrischale danach unverändert blieb, ganz gleich, ob das Husten mit oder ohne Maske erfolgte. Wenn also ein Infizierter hustet, nutzt die OP-Maske überhaupt nichts. Wir haben ja jetzt in der Regel überall Menschen in Fußballstadien, Restaurants, Supermärkten und an den Bushaltestellen ohne Maske. Ich frage mich: Was soll die Maske im Nahverkehr
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