Grant Hendrik Tonne
Tourismusdestinationen in Niedersachsen unterstützen und konkurrenzfähig im Ländervergleich aufstellen
Sie haben das Wort. Herzlichen Dank. - Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich will zu Beginn die Zahlen für den Bereich Tourismus noch einmal nennen, weil sie wirklich beeindruckend sind. Genannt wurden 46,1 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024 und eine touristische Bruttowertschöpfung von 13,6 Milliarden Euro. Damit gehört die Branche zu den Leitmärkten der niedersächsischen Wirtschaft. Das ist der Erfolg wirklich vieler hart arbeitender Menschen in diesem Bereich. Ich finde, die dürfen auf solch ein Ergebnis richtig stolz sein, meine Damen und Herren. Damit wird auch deutlich: Unser Land ist eine attraktive und eine starke Tourismusdestination. Ich glaube, Aufgabe wie auch Anspruch ist es, diese Position zu sichern und sie auch vernünftig auszubauen. Deswegen basiert die Tourismuspolitik, die wir haben, auf einem sehr differenzierten Fördersystem. Wir fördern einzelne Betriebe im Gastgewerbe, wir unterstützen Investitionen in Infrastruktur, wir stärken das Marketing, innovative Projekte sowie die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH. Zudem unterstützen wir die hoch prädikarisierten Tourismuskommunen. In den Jahren 2024 und 2025 haben wir jeweils 2 Millionen Euro bereitgestellt. Die Mittel sind auch für 2026 wieder erneut angemeldet. Das sind konkret vorhandene Maßnahmen auch zur Stärkung des Tourismus hier bei uns in Niedersachsen. Wir gestalten derzeit in einem breit angelegten Beteiligungsprozess die Fortschreibung der Tourismusstrategie unter Einbindung aller touristischen Akteure. Meine Damen und Herren, das ist auch der Grund, warum das dauert. Wenn ich alle einbinde und auch die Debatte mit ihnen ernst nehme, dann kann ich das nicht in kurzer Zeit zusammenbinden, sondern dann folgt daraus, dass da eine Strecke ist, die wir miteinander zu gehen haben. Wir stehen aber dazu, dass wir die Menschen einbinden wollen, dass wir die Beteiligten berücksichtigen wollen und dass wir auch ihre Stimme dazu hören möchten. Touristische Schwerpunktthemen des Strategieprozesses sind Nachhaltigkeit und Klima, Digitalisierung, Finanzierung und Förderung, Fach- und Arbeitskräfte sowie Wettbewerbsorientierung und Zukunftssicherung. Auch die Themenbreite macht übrigens deutlich, dass das ein Prozess ist, der dauert. Wir brauchen tragfähige und langfristig planbare Modelle, um Qualität zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Übrigens ist unsere vielfältige Natur eine ganz wichtige Ressource des Tourismus in Niedersachsen. Deshalb gilt es, diese Ressource auch zu schützen. Das ist der Grund des Erfolges. Das aus Richtlinien herausstreichen zu wollen, ist schlicht irrsinnig vor dem Hintergrund des Erfolges, den wir damit haben. Das wäre der völlig falsche Weg. Deswegen ist der Antrag auch ein falscher, meine Damen und Herren. Um die Akteure vor Ort bei der Umsetzung von Projekten zu unterstützen, haben wir in der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen zur Förderung touristischer Projekte im Jahr 2023 den Fördertatbestand Klima und Nachhaltigkeit aufgenommen. Seit Inkrafttreten der Richtlinie wurden insgesamt 71 Projekte mit 5,6 Millionen Euro gefördert, darunter vermehrt Vorhaben auch zum Thema Nachhaltigkeit und Klima. Das zeigt, die Ideen sind da. Und wenn die Ideen da sind, wäre es etwas Falsches, sie nicht zu fördern. Deswegen werden wir das selbstverständlich nicht herausstreichen. Meine Damen und Herren, unser Ziel ist es, den Tourismusstandort Niedersachsen nachhaltig, resilient und wettbewerbsfähig aufzustellen. Die Anträge der Fraktion der AfD sind kein Beitrag dazu. Ganz im Gegenteil. Daher bitte ich auch darum, sie abzulehnen. Herzlichen Dank. Vielen Dank, Herr Minister. Wir kommen nun zur Abstimmung
