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Vanessa Behrendt

AfD 04.03.2026 4:10 min Tagungsabschnitte 19/32

Schutz für Kinder in den sozialen Medien stärken - Gefahren des Influencer-Marketings entschlossen begegnen

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kennen Sie Schockanrufe? Man könnte sie auch als Panikmache am Telefon bezeichnen. Dabei täuscht der Anrufer eine dringende Notsituation vor, damit die Angerufenen Hals über Kopf Geld und Wertgegenstände herausgeben. Genau dieselbe Masche versucht das heutige Vorhaben von SPD und Grünen. Nur dass Sie es nicht auf Goldschmuck, sondern - Herr Siebels, ich habe das Wort, nicht Sie. Sie können sich gerne später Moment, Frau Behrendt! Die Sitzungsleitung obliegt dem Präsidium. Für Ruhe werden wir hier oben schon sorgen. Ich bitte jetzt, der Rednerin zuzuhören. - Sie haben das Wort, Frau Behrendt. Vielen Dank, Frau Präsidentin. Nur dass Sie es nicht auf Goldschmuck oder Wertgegenstände abgesehen haben, sondern auf etwas, was viel kostbarer ist: die Rechte von Eltern. Sie erzählen uns hier, Kinder werden online von ihren Eltern ausgebeutet, und nur die Regierung kann etwas dagegen unternehmen. Sie möchten sich zwischen Eltern und ihren Kindern installieren und Elternentscheidungen genehmigungspflichtig machen - darum geht es. Ich habe es an dieser Stelle schon einmal gesagt, ich wiederhole es für Sie aber natürlich gern: Der Regierung mehr Rechte zu geben, ist oft eine schlechte Idee. Dieser Regierung mehr Rechte zu geben, ist fast immer eine sehr schlechte Idee. Und dieser Regierung mehr Rechte über Eltern zu geben, ist unter Garantie eine extrem schlechte Idee. Worum geht es konkret? Online gibt es zahlreiche Familien, die sich als Influencer betätigen. Mal spielen Kinder darin eine Haupt-, mal eine Nebenrolle. Fast immer geht es dabei auch um die Bewerbung von eigenen oder fremden Produkten: Onlinekurse, Rezeptideen, Checklisten Frau Behrendt, lassen Sie eine Zwischenfrage von Frau Schüßler zu? Nein, danke, ich möchte gerne ausführen. Checklisten, Erziehungsratgeber, Coachings, Haushaltsplaner, Kinderwagen, Pflegeprodukte, Essensdosen, Trinkflaschen, Urlaubsanbieter und natürlich Spielzeuge usw. usf. Damit lässt sich Geld verdienen, das ist richtig. Und ja, natürlich kann man darüber streiten, ob es immer das Beste für die Kinder ist, sie vor der Kamera in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich persönlich würde das für meine Kinder nicht wollen. Aber genau das ist eben der Punkt: Man kann darüber streiten, aber keiner außer den Eltern darf darüber bestimmen, und schon gar nicht die Regierung. Wir haben in Deutschland einen gut aufgestellten Jugendarbeitsschutz. Und warum picken Sie sich jetzt ausgerechnet Familieninfluencer raus? Seit eh und je gibt es auch Kinderrollen in Film und Fernsehen. Und ob jetzt in Hollywood oder im Tatort - auch hier kann man darüber streiten, ob es den Kindern guttut. Wir alle kennen das Phänomen Kinderstars und durch welche Schwierigkeiten sie gehen können. Denken wir an Macaulay Culkin er ist den meisten wahrscheinlich ein Begriff, bekannt aus „Kevin - Allein zu Haus". Er verfiel zwischenzeitlich dem Alkohol, hat sich wieder gefangen, ist heute erfolgreicher Schauspieler, Moderator und Vater zweier Kinder. Was ist daraus abzuleiten? Viele Kinder wachsen in Familien auf, die verstärkt in bestimmten Branchen tätig sind. Schauspieler und ihre Superstars sind da nur ein Bereich. Das gibt es im Kleinen aber auch: Denken wir an Schausteller- oder Zirkuskinder, sei es am Ticketschalter, als Clowns, Dompteure oder Artisten. Und ja, auch diese Kinder tragen zum Familieneinkommen bei. Oder denken Sie an die Olympiahelden, denen auch viele von Ihnen vor ein paar Tagen noch gratuliert haben! Auch sie beginnen oft früh mit einer Arbeit, die strikte Abläufe hat, nicht immer nur Spaß macht und viele Freiheiten kostet. Und man könnte das in vielen Bereichen fortführen: Fotomodels, die schon früh ihre Wochenenden bei Castings oder Shootings verbringen, Kinder in Orchestern, in der Gastronomie, in der Landwirtschaft oder von mir aus auch auf einer Klimademo gemeinsam mit Ihnen. Die Regierung hat kein Recht, den Eltern vorzuschreiben, was für ihre Kinder das Beste ist. Freiheit ist auch immer die Freiheit des Andersdenkenden. Ihren Antrag lehnen wir selbstverständlich ab. Vielen Dank. Auf die Rede der Kollegin Behrendt gibt es eine

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