Vanessa Behrendt
Gesetzliche Unterbindung der "Gehsteigbelästigung" vor Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen durch sogenannte Lebensschützer
<v UU>Vielen Dank.</v> <v UU>- Frau Präsidentin!</v> <v UU>Sehr geehrte Damen und Herren!</v> <v UU>Die Bundesregierung will eine</v> <v UU>sogenannte Gehsteigbelästigung vor</v> <v UU>Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen,</v> <v UU>Praxen und Kliniken durch</v> <v UU>sogenannte Lebensschützer</v> <v UU>gesetzlich unterbinden.</v> <v UU>Ein entsprechender Gesetzentwurf der</v> <v UU>Bundesregierung wird derzeit im</v> <v UU>Bundestag beraten.</v> <v UU>Demnach dürften Schwangere vor</v> <v UU>solchen Einrichtungen in Hör- und</v> <v UU>Sichtweite nicht gegen ihren Willen</v> <v UU>adressiert werden.</v> <v UU>Geschieht dies dennoch, würde es als</v> <v UU>Ordnungswidrigkeit gelten und könnte</v> <v UU>mit bis zu 5 000 Euro</v> <v UU>Bußgeld belegt werden.</v> <v UU>Als Ordnungswidrigkeit soll nach dem</v> <v UU>Willen der Regierungskoalition von</v> <v UU>SPD, Grünen und FDP auch geahndet</v> <v UU>werden, wenn Darstellungen von</v> <v UU>Abtreibungen unwahr sind oder auf</v> <v UU>eine Emotionalisierung der</v> <v UU>schwangeren Frau zielen.</v> <v UU>Bundesfamilienministerin Paus gibt</v> <v UU>an, damit die Rechte von Schwangeren</v> <v UU>stärken zu wollen.</v> <v UU>Das Gesetz sei ein wichtiger Schritt</v> <v UU>für die Selbstbestimmung der Frau.</v> <v UU>Die Meinungsfreiheit habe ihre</v> <v UU>Grenzen auch im Sinne des Schutzes</v> <v UU>ungeborenen Lebens, welcher durch</v> <v UU>eine ergebnisoffene</v> <v UU>Schwangerschaftskonfliktberatung</v> <v UU>gewährleistet werde.</v> <v UU>In der Darstellung der</v> <v UU>Bundesregierung würden</v> <v UU>Beratungsstellen und Praxen von</v> <v UU>Lebensschutzaktivisten belagert sowie</v> <v UU>Ärzte und medizinisches Personal</v> <v UU>bedrängt werden.</v> <v UU>Bei sogenannten Lebensschützern</v> <v UU>handelt es sich um Personen oder</v> <v UU>Gruppen mit in der Regel christlichem</v> <v UU>Hintergrund, die sich für das</v> <v UU>Menschenrecht auf Leben einsetzen und</v> <v UU>sich insbesondere als Fürsprecher</v> <v UU>unserer ungeborenen Mitmenschen</v> <v UU>verstehen, die noch nicht für sich</v> <v UU>selbst sprechen können.</v> <v UU>Sie vertreten die Auffassung, dass</v> <v UU>jedes menschliche Leben vom Zeitpunkt</v> <v UU>der Empfängnis an schützenswert ist,</v> <v UU>und lehnen daher Eingriffe, die</v> <v UU>dieses Leben beenden könnten ‑ wie</v> <v UU>etwa Schwangerschaftsabbrüche ‑ ab.</v> <v UU>Ihre Aktivitäten umfassen unter</v> <v UU>anderem Aufklärungsarbeit und die</v> <v UU>Unterstützung von Schwangeren in</v> <v UU>schwierigen Lebenslagen.</v> <v UU>Sogenannte Lebensschützer betonen die</v> <v UU>Würde und das Recht auf Leben als</v> <v UU>unveräußerliche und</v> <v UU>fundamentale Menschenrechte.</v> <v UU>Sie berufen sich auf Artikel 1 des</v> <v UU>Grundgesetzes, welcher die Würde des</v> <v UU>Menschen ‑ auch des noch nicht</v> <v UU>geborenen ‑ für unantastbar erklärt</v> <v UU>und alle staatlichen Gewalten</v> <v UU>verpflichtet, diese zu</v> <v UU>achten und zu schützen.</v> <v UU>Wir fragen die Landesregierung: 1.</v> <v UU>Wie viele Fälle von sogenannter</v> <v UU>Gehsteigbelästigung in Niedersachsen</v> <v UU>sind der Landesregierung bekannt?</v> <v UU>2.</v> <v UU>Stuft die Landesregierung christliche</v> <v UU>sogenannte Lebensschützer, die</v> <v UU>Mahnwachen abhalten und für die</v> <v UU>Frauen und deren ungeborene Kinder</v> <v UU>beten, als radikal ein?</v> <v UU>3.</v> <v UU>In einer Pressemitteilung vom</v> <v UU>15. April 2024 befürwortet Minister</v> <v UU>Philippi die Legalisierung von</v> <v UU>Schwangerschaftsabbrüchen in den</v> <v UU>ersten zwölf Wochen.</v> <v UU>Wie steht die Landesregierung zu</v> <v UU>einer Legalisierung von</v> <v UU>Schwangerschaftsabbrüchen bis zur</v> <v UU>22. Woche wie in Spanien, Großbritannien</v> <v UU>und den Niederlanden?</v> <v UU>Vielen Dank.</v> <v UU>Vielen Dank.</v> <v UU>- Für die Landesregierung antwortet</v>
