MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky
Leben retten macht Schule - Wiederbelebungsunterricht als fester Bestandteil im Lehrplan
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Erste-Hilfe-Maßnahmen verbindlich in die Lehrpläne der Schulen aufzunehmen, ist ein willkommener Lichtblick in der ansonsten düsteren dunkelgrünen Bildungspolitik in Niedersachsen. Der Absturz der Grünen in Wahlergebnissen und Umfragen zeigt offenbar erste Wirkung. Mehr davon! Wenn mehr Menschen fortan Erste-Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen beherrschen, weil sie sie schon in der Schule lernten, dann ist das unbedingt zu begrüßen, zumal die aktuelle Politik die Zahl der Krankenhäuser eiskalt immer weiter reduziert. So gesehen, kann man diesen Antrag auch als Stoßdämpfer der katastrophalen Gesundheitspolitik sehen. Der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz empfiehlt bereits seit 2014 die flächendeckende Einführung des Wiederbelebungsunterrichts ab Klasse 7. Sie kommen also zehn Jahre zu spät, und ihr Antrag gerät in einer entscheidenden Frage zu kurz, der Frage nämlich, wie die Schule das gut gemeinte Ziel am besten und nachhaltig erreichen kann. Sie beantragen, die Inhalte in die Kerncurricula Biologie zu integrieren. In der Frage, wie das geschehen soll, bleiben Sie eher unbestimmt. Die Älteren unter uns beherrschen, obgleich die Schulzeit lange vorbei ist, heute noch das Einmaleins, den Dreisatz und die Zinsrechnung, weil sie es gelernt und nicht nur gehört haben. Heute verlässt man sich lieber auf das Smartphone. Um den Schülern das Wissen und das Können über die wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe im Allgemeinen und die Wiederbelebungsmaßnahmen im Besonderen zu vermitteln, dürften ständige Wiederholungen und das Abfragen des theoretischen und praktischen Wissens von großer Bedeutung sein. Ob das bei den Schülern der Sekundarstufe I mit sporadischen bzw. einmal jährlich wiederholenden Schulungen im Rahmen eines Aktionsmonats ausreichend ankommt, da habe ich meine Zweifel. Gleichwohl, ohne die häufig wiederholenden Anwendungen man nennt das auch „Pauken" werden die Schüler in einigen Jahren in einem Notfall womöglich ebenso dastehen wie viele Menschen heute: Was muss ich denn tun? Eine Erste-Hilfe-Anleitung auf dem Smartphone suchen? - Zwischenzeitlich dürfte sich die Hilfe erübrigt haben. Nur dann, wenn das Gelernte verinnerlicht und unvergesslich ist, dürfte die schnelle Hilfe jederzeit abrufbar sein. Die Empfehlungen des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz mit zwei Wochenstunden ab Klasse 7 sind hier ein guter Ansatz, den man vielleicht befolgen sollte. Meine Damen und Herren, der vorliegende Antrag ist also ein Schritt in die richtige Richtung. Herr Kollege Rakicky, lassen Sie eine Zwischenfrage der Abgeordneten Ramdor zu? Aber gerne. Bitteschön, Frau Ramdor! Herr Rakicky, vielen Dank für das Zulassen der Zwischenfrage. Sie sprachen gerade an, dass zwei Stunden im siebten
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