Christian Frölich
28. Eingabenübersicht
Herr Frölich! Sie haben das Wort. Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich bin mir gar nicht sicher, ob das, was wir eben erlebt haben, dem Petitionsausschuss gerecht wird. Aber kommen wir zur Schulsozialarbeit an Gymnasien. Die Petition aus dem Landkreis Cloppenburg und die öffentliche Anhörung haben eines sehr deutlich gemacht und gezeigt: Schulsozialarbeit wird auch an Gymnasien gebraucht, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Die Realität an unseren Schulen hat sich verändert. Leistungsdruck, psychische Belastungen, Konflikte im Alltag, Mobbing - alles das macht auch vor Gymnasien keinen Halt. Trotzdem sagt die Landesregierung: Es gibt keinen strukturellen Bedarf. Das ist mit Verlaub eine realitätsferne Einschätzung. Ja, es gibt Fortschritte beim Ausbau der Schulsozialarbeit, aber die Zahlen zeigen auch: Nur etwa die Hälfte der Gymnasien profitiert bislang überhaupt davon. Das reicht eben nicht. Wir als CDU-Landtagsfraktion sagen ganz klar: Wenn wir es mit Chancen, Gerechtigkeit und Prävention ernst meinen, dann dürfen wir nicht nach Schulformen unterscheiden. Jeder junge Mensch verdient Unterstützung unabhängig davon, ob er eine Hauptschule oder ein Gymnasium besucht. Und ja, das kostet Geld, aber die Frage ist doch: Wo setzen wir unsere Prioritäten? Die Landesregierung plant weiterhin, erhebliche Mittel für die flächendeckende Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit Tablets mit der Gießkanne zu verteilen. Dazu sagen wir: Lieber gezielt investieren, statt breit zu streuen, und diese Mittel nutzen, um die Schulsozialarbeit zu stärken. Jeder Euro, den wir in Schulsozialarbeit investieren, ist ein Euro in Prävention für Stabilität und für die Zukunft unserer Kinder, meine Damen und Herren. Das ist nachhaltige Bildungspolitik, und genau dafür stehen wir mit unserem Votum „Berücksichtigung". Vielen Dank. Herzlichen Dank, Herr Frölich. -
