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Ansgar Georg Schledde

AfD 30.01.2025 5:06 min Tagungsabschnitte 19/22

In Niedersachsen mit Vernunft und Fortschritt in die Zukunft: Windräder aufbauen statt abreißen. Für saubere Energie und Grünen Wasserstoff.

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der Januar war fast durchgängig eine einzige Dunkelflaute. Weder Solaranlagen noch Windräder konnten ausreichend Strom produzieren - mit dramatischen Folgen für den Preis. Der stieg für Unternehmen in astronomische Höhen. Einige Betriebe mussten sogar ihre Produktion einstellen. Jeder normale Mensch sieht: Wind und Sonne sind schön, aber sie sind nicht die Lösung zur sicheren Stromversorgung eines Industrielandes. Leider ist es mit der Normalität in unserer Landesregierung nicht so weit her. Denn sie will als Reaktion auf die Krise die Probleme verschärfen - durch einen noch schnelleren Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen, und das Ganze natürlich auf Kosten der Steuerzahler. Die müssen also erst mal den Kram finanzieren, und dann werden sie mit hohen Strompreisen am Ende noch weiter abgezockt. Das ist vielleicht maximal ein unseriöses Geschäftsmodell, auf keinen Fall ist es seriöse und bürgerfreundliche Landespolitik - von den Folgen für die Wirtschaft rede ich noch gar nicht. Auf einen Satz heruntergebrochen, wird also versucht, eine uralte Gleichung umzudeuten. Sie wissen schon: null mal null. Das Problem dabei: Das Ergebnis war immer null und wird auch mit Millionen Euro aus der Steuerkasse null bleiben. Aber schauen wir mal auf die konkreten Eckdaten! Die vorhandenen Wind- und Solaranlagen in Deutschland schaffen zusammen 172 GW Leistung - am Tag, theoretisch, bei Idealbedingungen. Doch installierte Leistung erzeugt keinen Strom. In der letzten Januarwoche mit wenig Wind und Sonne kamen eben keine 172 GW heraus. Die Realität in der Dunkelflaute war sehr bitter: schlappe 36 % Auslastung bei Windrädern auf dem Meer, 10,7 % Auslastung bei Windrädern auf dem Land und wirklich katastrophale 2,7 % Auslastung bei PV-Anlagen. Das reicht einfach vorne und hinten nicht. Alles in allem ein gewaltiger Planungsfehler, den keiner wahrhaben will und der jetzt durch einen weiteren irren Plan behoben werden soll. Wir haben diese Woche zu wenig Strom? Naja, egal, bauen wir noch ein paar Anlagen mehr! Die Kosten dafür? Auch völlig egal, das zahlt ja der Bürger! - Sorry, aber wenn ich mein Unternehmen so geführt hätte, wäre ich nach ein paar Wochen pleite gewesen - mit allen Folgewirkungen: Mitarbeiter arbeitslos, Familien ohne Existenzgrundlage. Alles zusammengenommen, ist das völlig verantwortungslos. Genau das macht diese Landesregierung jetzt mit Niedersachsen und seinen Bürgern. In den Köpfen der Grünen wabert jetzt natürlich das Wort „Stromspeicher" herum. Die haben wir aber nicht. Und selbst wenn wir sie hätten, müssten sie kurz vor der Dunkelflaute befüllt werden. Das Problem bliebe also und würde sich nur verschieben - mit einem extrem hohen Risiko, dass nichts so klappt, wie man es sich wünscht. Das ist eben so mit dem Wetter. Am Ende steht so oder so immer der Import von Strom. Damit sind wir abhängig, und Abhängigkeit ist nie gut - schon gar nicht für eine Industrienation, die vorne mitspielen will. Und außerdem ist es meistens teuer - also insgesamt keine gute Idee. Meine Damen und Herren, wie kann es also stattdessen weitergehen? Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist inzwischen als übererfüllt anzusehen. Was wir jetzt brauchen, sind Kraftwerke, die eine sichere Versorgung bei Dunkelflauten ermöglichen. Das ist übrigens nicht nur ein Vorschlag der AfD-Fraktion. Nein, das ist auch der Vorschlag von RWE-Chef Markus Krebber. Darum fordern wir den sofortigen Abrissstopp aller vorhandenen Kraftwerke. Das ist effizient, übrigens auch mit Blick auf den gewaltigen Platzbedarf von Wind- und Solaranlagen. Die fressen nämlich massiv anderweitig nutzbare Flächen. Hinzu kommt: Wir haben auch gar keine Zeit mehr. Die Bundesnetzagentur erwartet bis Ende 2026 eine deutliche Steigerung des Strombedarfs - ein extrem erhöhter Bedarf in der Industrie, auch durch E-Mobilität und Wärmepumpen. Die Prognosen liegen also alle auf dem Tisch. Der jährliche Strombedarf in Deutschland wird künftig bei über 1 000 TWh liegen. Das weiß auch die Regierung und hat großartige Ideen. Sie will neue Gaskraftwerke bauen, und die sollen dann mit Wasserstoff betrieben werden, und der soll aus Windkraft hergestellt werden. Ausgeblendet werden aber die Zahlen dahinter: Für 1 000 TWh Strom brauchen wir 2 000 Gaskraftwerke und in der Folge dann über 1 Million Windenergieanlagen. Allein hier bei uns in Niedersachsen müsste dazu Windrad an Windrad gebaut werden - mit einem Abstand von nur wenigen Hundert Metern. Ganz ehrlich, das merken Sie doch auch: Das ist Entschuldigung! vollkommen bekloppt, unrealistisch und wird niemals funktionieren. Was wir brauchen, sind vernünftige, realistische Lösungen, nämlich unsere: die schnelle Rückkehr zur Kernkraft. Vielen Dank.

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