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Frank Henning

SPD 28.04.2026 4:18 min Tagungsabschnitte 19/33

E-Fuels made in Niedersachsen - industriellen Hochlauf ermöglichen, Klimaziele erreichen

Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Scharrelmann, ich habe Ihnen zugehört und gar nicht Ihre flammende Rede verstanden. So groß sind die Unterschiede doch gar nicht! Im Grunde genommen sind wir uns doch einig, was E‑Fuels angeht. Ich zitiere einmal aus Ihrem Antrag den wie ich finde schönsten Satz: „Eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Energieversorgung ist Grundlage für Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz." Ja, selbstverständlich! Was denn sonst? Das wollen wir doch alle. Das ist auch unsere Zielsetzung. Und doch tun Sie so, als wenn es da große Unterschiede gäbe. Ich sage sogar: E‑Fuels können können! dazu einen Beitrag leisten, etwa in den Bereichen, in denen eine vollständige Elektrifizierung wirtschaftlich nur schwer möglich ist. E‑Fuels sind auch in bestimmten Bereichen das hat die Landesregierung auch immer wieder ausgeführt, etwa bei Luftverkehr und Schifffahrt, oder in bestimmten Industriezweigen wie der chemischen Industrie durchaus unverzichtbar, da in diesen Bereichen sonst überhaupt keine Klimaneutralität erreicht werden kann. Aber die Fachleute sagen uns eben auch: Im Bereich des Pkw-Verkehrs ist das nicht so - viel zu teuer und viel zu aufwendig zu produzieren. Da liegt jetzt vielleicht der kleine Streitpunkt: Wir sind uns eben nicht einig mit Blick auf den Einsatz von E‑Fuels im Bereich des Pkw-Verkehrs. Übrigens sehe ich auch beim Lkw-Verkehr Differenzen. Unterhalten Sie sich mal mit Speditionen! Die Bemühungen, im Lkw-Bereich auf batteriebetriebene Lkw zu setzen, sind sehr groß. Die Prognosen sagen auch da, dass selbst im Schwerlastverkehr die E‑Fuels nicht die Zukunft sind. Bei Pkw- und Lkw-Verkehr sind sie nach dem, was uns die Experten sagen, also allenfalls ein Nischenprodukt und nicht wirtschaftlich sinnvoll. Herr Christ hat es aufgeführt: hohe Kosten, hoher Energieaufwand. All das muss man doch irgendwann einmal zur Kenntnis nehmen. Generell gilt natürlich, dass E‑Fuels ganz am Anfang ihrer Entwicklung stehen, dass wir durch Forschung und Entwicklung noch einiges erreichen können und dass sie wahrscheinlich 2040 ff. durchaus eine gewisse Rolle für den Klimaschutz spielen können. Im Einzelnen gilt: E-Fuels weisen eine deutlich schlechtere Energieeffizienz als andere Klimaschutzoptionen auf. Sie sind vergleichsweise teuer. Deswegen ist auch Ihr Beispiel mit dem sogenannten kleinen Mann und der kleinen Frau, die dann ihr Auto nicht mehr elektrisch betreiben, sondern auf E‑Fuels setzen, völlig daneben. Ein Preis Herr Scharrelmann, es wäre schön, wenn Sie zuhören würden von 3 Euro oder 3,50 Euro ist nämlich nicht der Preis, den der kleine Mann oder die kleine Frau in seinem oder ihrem Verbrenner am Ende bezahlen kann. Insofern ist es Augenwischerei, wenn Sie sich jetzt Gedanken über den sogenannten kleinen Mann machen. Hinzu kommt, dass sie auch nur in sehr geringen Mengen zur Verfügung stehen. Um E‑Fuels herzustellen, muss zunächst Strom erzeugt werden, um dann in mehreren Produktionsschritten ich will nicht alles, was Herr Christ gesagt hat, wiederholen umgewandelt zu werden. Und bei jedem dieser Schritte geht nun einmal Energie verloren. Die Energieeffizienz ist einfach schlecht. Im Gegensatz dazu sind Elektroautos deutlich effizienter als mit E‑Fuels betriebene Alternativen. Für die gleiche Energieausbeute beim Endnutzer im Pkw-Segment nur darüber rede ich, Pkw brauchen wir für E‑Fuels etwa fünfmal so viel Energie wie bei Elektroautos. Wie gesagt, können sie nur zu hohen Kosten hergestellt werden. Vor diesem Hintergrund, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Herr Scharrelmann: Sie machen unheimlich viel Wind um die Technologieoffenheit. Sie machen unheimlich viel Wind um E‑Fuels und feiern das in Ihrem Entschließungsantrag und auch in Ihrer Rede geradezu als Gamechanger ab. Das ist kein Gamechanger, sondern ein Nischenprodukt. Es wird in der Form, jedenfalls im Pkw-Bereich, nie eine Konkurrenz für die oder Ergänzung zur Elektromobilität sein können. Ich finde sogar: Das ganze Gerede über Technologieoffenheit das machen Sie ja faktisch in jedem Plenum ist rückwärtsgewandt und schadet unserem VW-Autokonzern. Nehmen Sie doch einmal zur Kenntnis, Herr Scharrelmann, dass sich VW als Antwort auf den damaligen Dieselskandal für die Elektromobilität entschieden hat. Und nichts verunsichert Verbraucher und damit Autokäuferinnen und Autokäufer so sehr wie dieses ganze Gerede um Technologieoffenheit und E‑Fuels. Die Menschen brauchen klare Rahmenbedingungen - und es geht nun einmal in Richtung Elektromobilität. Herr Henning, lassen Sie eine Zwischenfrage des Abgeordneten Hilbers zu? Herr Hilbers, bitteschön! Herr Kollege, wenn Sie schon den Umstieg bei VW

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