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Katy Hoffmeister

CDU 07.05.2026 Sitzungen 8/131

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Damm, Sie sind mir zuvorgekommen, weil nach der Aussprache von eben kann der Antrag ja nur im Ausschuss landen, nämlich im Wirtschafts- und im Wissenschaftsausschuss. Weil ich davon ausgehe, dass beide als Partner betrachtet werden, würde sogar eine gemeinsame Ausschusssitzung zu diesem Punkt besonderen Sinn machen. (Beifall Hannes Damm, fraktionslos) Insofern vielen Dank dafür, dass Sie das schon einmal beantragt haben! Ich würde ganz gerne ein paar Punkte aufnehmen, die jetzt gerade in der Aussprache gekommen sind. Also über eines, glaube ich, sind wir uns alle im Klaren, natürlich brauchen wir mehr Mut für die Start-up-Gründerszene, um sie tatsächlich auch als Innovationsfaktor wahrzunehmen. Und wir müssen, das ist, glaube ich, tatsächlich so, uns selber auch mal hinterfragen bei der Einstellung, die wir haben gegenüber von Start-ups und der Frage, so unter dem Motto, müssen und können alle Start-ups erfolgreich sein. Die Antwort kann nur sein Nein, sonst wäre es kein keine Start-up-Gründerszene. Und wenn tatsächlich nur zwei von zehn Start-ups erfolgreich sind, dann empfinde ich das schon als Erfolg. Das will ich an dieser Stelle deutlich sagen. Wir sollten uns davon verabschieden, immer 100 Prozent Erfolg zu erwarten, das wird nicht funktionieren. (Harry Glawe, CDU: Geht ja gar nicht.) Das, wo ich aber tatsächlich besonderen Wert darauf lege, und das ist vielleicht auch das, worüber wir dann auch noch mal diskutieren und streiten sollten, es geht in diesem Antrag im Übrigen überhaupt nicht um mehr von allem, schon gar nicht um mehr Geld, wenn ich das richtig noch mal auf den Punkt bringen darf. Darum geht es hier gar nicht. Insofern geht es nur um die Frage, wie kann man das, was schon besteht, besser machen, (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU, der Gruppe der FDP und Hannes Damm, fraktionslos) wie kann man es besser strukturieren. Wie kann man sich besser Ziele setzen, und wie kann man die Verantwortung so skalieren, also dass sinnvollerweise das, was wir schon haben, idealerweise ankommt. Und wir müssen uns doch klar werden, worum es geht. Insofern, Herr Kollege Timm, Sie hätten auch auf meine Kleine Anfrage zurückgreifen können, nämlich die auf der Drucksache 8/5469. Da sehen Sie nicht nur, wo Ausgründungen und welche Ausgründungen in den letzten Jahren erfolgreich waren oder eben nicht, sondern Sie sehen insbesondere auch die Förderkulisse, auf die zurückgegriffen wird. Und da müssen wir uns klar werden, dass wir bislang auf die EXIST-Programme des Bundes zurückgegriffen haben und sich dort eine erhebliche Umstrukturierung ergeben hat, denn die laufen alle jetzt nur noch, also als Förderung für sogenannte Exzellenzfabriken bundesweit, und das sind insgesamt bundesweit nur zehn und in Mecklenburg-Vorpommern gibt es keine. Das heißt, auf diese Förderprogramme werden wir so jedenfalls ohne Weiteres nicht mehr zurückgreifen können. Und auch da gibt es natürlich die Frage, wie wir da idealerweise besser werden können und machen. Insofern schätze ich sehr, Herr Blank, dass Sie sagen, wir müssen uns die Fördermittel anschauen und flexibler werden. Daraus rege ich zwingend an, ehrlich gesagt, weil angesichts der Lage, vor der wir stehen, also das ein wesentlicher Faktor sein wird, und zwar wir einen wunderbaren Blumenstrauß, wie wir sehen, haben, aber der Blumenstrauß eben genauso zusammengefasst und strukturiert werden muss, um die Ziele, die wir dann definiert haben, und Verantwortung, die wir dann geklärt haben, idealerweise auch zu erreichen. Ich habe mitnichten behauptet, dass wir derzeit keine gute Beratungs- und Begleitungsstruktur haben. Ich schätze durchaus auch ein Start-up, nämlich die Gründungswerft, die in Greifswald entstanden ist, die wirklich eine gute Beratung und Begleitung der Unternehmen macht. Und natürlich auch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft, die sich allerdings meines Erachtens bislang zu sehr auf die bestehenden KMU konzentriert und nicht hinreichend auf die Start-up-Szene. Aber genau darum geht es, nämlich zu konzentrieren und die Frage zu stellen, wie man gemeinsam stärker werden kann. Sie haben zugegebenermaßen auf ältere Ausgründungen reflektiert, da gibt es sicherlich noch mehr zu sagen. Mir fällt immer logischerweise aus der Nähe zu Rostock Cortronik ein. Nichts Besseres kann einem passieren, als wenn eine Entwicklung von Stents und etablierte Unternehmen zusammenarbeiten und genau dann diese Kooperation, die ich als wesentlichen Faktor sehe, nämlich zwischen Unternehmen und Innovationsfaktor als Startup, Besseres für unser Land erreichen kann. Zum Schluss möchte ich gerne bitten, dass wir diesen Antrag tatsächlich in den Ausschuss verweisen. Ich würde gerne Sie, Herr Blank, in unserem Ausschuss für Wissenschaft begrüßen und gerne gemeinsam mit dem Wirtschaftsausschuss diese Sitzung tatsächlich vorantreiben wollen, weil ich glaube, dass wir tatsächlich zusammen die Kraft entwickeln können – nicht mehr vielleicht in dieser Legislaturperiode, aber vorausdenkend für die nächste Legislaturperiode –, entscheidende Faktoren zu setzen und diese Krise, die wir jetzt haben, möglicherweise tatsächlich gemeinsam zu nutzen. Und wir brauchen nicht weit zu schauen, wir können also mit Blick auf die Pläne und die Konzentration und die Struktur sogar diesmal auf Sachsen schauen, denn die haben es geschafft, die Parameter so zu setzen, dass sie gemeinsam mit dem federführenden Wirtschaftsministerium und dem Partner des Wissenschaftsressorts zusammen genau diese Förderung idealerweise vornehmen und sich Ziele und Programme setzen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU und der Gruppe der FDP)

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