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Dirk Bruhn

Die Linke 19.03.2026 Sitzungen 8/128

Am Ende, bitte! Strukturen ändern sich, Märkte ändern sich, die Nachfrage ändert sich. Wir müssen helfen, aber mit realistischen Konzepten, nicht mit industriepolitischem Größenwahn. Und das machen wir, ganz ohne AfD. Was wir stattdessen brauchen? Die Linke setzt auf eine Strategie, auf eine andere Strategie: Stärkung regionaler Vermarktungswege, nicht überdimensionierte Großschlachthöfe, Förderung kleinerer, dezentraler Verarbeitungsstrukturen, (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) die Tierwohl und Wertschöpfung verbinden, eine Agrarpolitik, die Tierzahlen an Nachfrage durch Klimaflächenbindung anpasst, statt Produktionsmengen künstlich hochzuhalten, ein verpflichtendes Haltungskennzeichen, das regionale tierfreundliche Produktion besser sichtbar macht, faire Preise für Landwirtschaftsbetriebe durch Regulation der Marktmacht großer Schlachtkonzerne und die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels muss abgebaut werden. Das sind Maßnahmen, die tatsächlich wirken, die nicht darauf beruhen, sich einen Schlachthof herbeizuwünschen, der sich nach ökonomischen Kriterien niemals rechnen kann. Mein Fazit: Meine Damen und Herren, der AfD-Antrag ist ökonomisch naiv, agrarpolitisch wirkungslos und fiskalpolitisch gefährlich. Er ignoriert Trends, ignoriert Fakten und ignoriert die Geschichte dieses Landes. Wenn die AfD möchte, dass wir Fehler wiederholen, dann machen wir nicht mit. Wenn sie möchte, dass der Staat Risiken übernimmt, die selbst Marktakteure nicht tragen, dann machen wir nicht mit. Und wenn Sie glauben, dass Politik so funktioniert, dass man einfach etwas fordert und der Steuerzahler zahlt, dann machen wir erst recht nicht mit. Rot-Rot steht für eine verantwortungsvolle Agrarpolitik. Der Antrag der AfD dagegen ist ein Rezept für die nächste millionenschwere Fehlentwicklung. Die lehnen wir ab. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke) Ich komme zum Ende. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke)

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