Horst Förster
Ganz einfach, das hat niemand zu bestimmen, das bestimmen die Frauen selbst. Aber es ist wohl, es ist wohl soziologisch eine Wirklichkeit, (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke) dass Frauen, dass Frauen sich rein statistisch, von mir aus aufgrund überkommener Rollenbilder, (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) ja, dass Frauen sich weniger für Politik interessieren als Männer. (Heiterkeit bei Beatrix Hegenkötter, SPD) Wissen Sie, ich will Ihnen folgendes Beispiel nennen: In einer Gaststätte, die „Quelle“, kennen Sie alle, da saß ich mal dort, (Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: Bitte keine Anekdoten, keine Anekdoten!) habe da mein Bier getrunken und habe da zweimal interessante Erlebnisse gehabt. Einmal waren da Frauen zusammengetroffen, die redeten so – ich glaube, es waren Lehrerinnen – über alles Mögliche. Irgendwann kam es darauf, dass sie sich mal die Haare abgeschnitten haben beim ersten Liebeskummer, was weiß ich. Die hatten ihre, wirklich ihre Themen. (Zuruf von Hannes Damm, fraktionslos) Ich kann es ja nicht ändern. Und dann ein Männertisch. Ja, was meinen Sie, was bei denen die Themen waren? Sport und Politik. Also ich kann es nicht ändern. Fragen Sie mich nicht, fragen Sie den Soziologen, der Ihnen die Statistik vorlegt, Frauen sind statistisch derzeit weniger an Politik interessiert als Männer. Männer sind mehr interessiert an Fußball als Frauen. (Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: Ach, Herr Förster!) Bei Hallenhandball ändert sich das schon. Ich weiß auch, warum: Männerfußball ist zum Teil mit den Typen, die da rumrennen, abstoßend. Jedenfalls, …
