Horst Förster
Nein. Meine Damen und Herren, die Ungleichheit der Geschlechter bestimmt unser Leben. Die tradierten Rollen, die wir dabei spielen, festigen oder ändern sich. Der Mann, der zehn Stunden täglich im Bergwerk Knochenarbeit geleistet hat, spielte zu Hause eine andere Vaterrolle als der Facharbeiter von heute. Der männliche Erzieher, vor Jahren noch undenkbar, ist heute oft der Liebling der Kinder. Und auf den Anklagebänken der Gerichte werden auch in Zukunft fast nur Männer sitzen. Und niemanden stört es, dass wir hier im Landtag nur Präsidentinnen haben. Wie Männer und Frauen mit der Gleichberechtigung umgehen, (Rainer Albrecht, SPD: Das stört die AfD. Doch!) wie sie ihre Chancen nutzen und wo sie ihre Prioritäten setzen, das bestimmen die Menschen in einem freien Land selbst, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) und zwar ohne staatliche Betreuung und ohne irgendwelche Vorgaben. Erst recht brauchen sie keine Vorgaben von Leuten, die mit ihren Thesen den Eindruck vermitteln, vom realen Leben keine Ahnung zu haben. Zum Schluss noch ein Wort zur medialen Vorstellung des Rahmenprogramms durch die Ministerin. Sie nennt hier, jedenfalls vor der Presse, drei Beispiele, wo es einer Gleichstellung noch hake: Als Erstes der weinende Junge, der sich nicht haben soll wie ein Mädchen. Nun, das ist längst kein Standard mehr, hat aber einen realen Bezug. Oder will die Ministerin das Privileg von Frauen abschaffen, dass es ihnen ohne Abwertung vergönnt ist, in emotional angespannten Situationen um ein Vielfaches eher zu weinen als Männer? (Heiterkeit bei Ann Christin von Allwörden, CDU) Und soll der Spruch, den ich als Kind immer hörte schon, dass man als Junge zwar raufen, aber niemals ein Mädchen schlagen darf, abgeschafft werden? (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Als Zweites der Spruch, (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) als Zweites der Spruch, (Thomas Krüger, SPD: Man soll gar keinen Menschen schlagen.) ob die Frau ihre Tage habe – eine Unverschämtheit, die niemand hinnehmen muss. Dämliche Sprüche mit einem sexuellen Bezug gibt es zuhauf, (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) das ist eine Frage des Anstands, nicht der Politik. (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) Als Drittes, Elternzeit sei doch Frauensache. Diese Einstellung ist längst im Schwinden begriffen, da muss kein Ministerium nachhelfen. (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) Die Millionen, die die Landesregierung für die Erziehung der Bürger zu gendergerechten Untertanen ausgibt, wären woanders mit Sicherheit wesentlich besser aufgehoben. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
