Sandy van Baal
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! „Zeit für Veränderungen – Politische Realität anerkennen“, ein starker Satz, ein Satz, der nach Bewegung klingt, für mich jedenfalls, nach Aufbruch. Aber Veränderung, meine Damen und Herren, bedeutet auch Verantwortung. Und Verantwortung heißt mehr, viel mehr, als laut zu sein. Es ist leicht, die Realitäten zu benennen – das ist der Vorteil der Opposition –, wenn man sie nicht selbst gestalten muss. Es ist leicht zu urteilen, wenn man nie entscheiden musste. Und es ist leicht, den Finger zu heben, wenn man keinen Stift führen muss. Ja, die AfD musste bisher keine Verantwortung tragen, jedenfalls nicht auf Landes- und nicht auf Bundesebene, und vielleicht, vielleicht ist die Zeit dafür reif. (Thomas Krüger, SPD: Nein, das glaube ich nicht.) Aber, aber das entscheidet nicht diese Aussprache, nicht dieser Tag, nicht dieses Hohe Haus, nicht die Landesregierung und auch nicht die Opposition. Das entscheiden die Wählerin und der Wähler am 20. September, und das ist auch gut so! (Jan-Phillip Tadsen, AfD: Bin ich schon gespannt.) Das sind dann die wahren Entscheidungsträger. Und wie die politischen Realitäten dann am 20.09. ja aussehen werden, können wir alle beeinflussen, jeder Einzelne von uns. Wir sind nämlich die Dienstleister/-innen der Bürgerinnen und Bürger. Denn man tau, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von links bis rechts, jeder in seiner Fasson, jeder mit seinen politischen Ansichten raus zu den Bürgerinnen und Bürgern! Ich übrigens arbeite daran, dass dieses Parlament so bunt wie möglich bleibt, nicht nur rot, nicht nur blau, sondern bunt. Ich hoffe, Sie arbeiten auch alle daran. – Vielen Dank! (Thore Stein, AfD: Na, nicht wirklich! – Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD)
