Horst Förster
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es war kein bloßer Stromausfall, es war ein Terrorakt, der am 3. Januar Berlin heimsuchte. Aber es war ein mühsamer, sich über Tage hinziehender Prozess, bis der Stromausfall als linksextremer Anschlag und schlussendlich als das bezeichnet wurde, was er ist, nämlich ein linksextremistischer Terroranschlag. Der Anschlag ist der Höhepunkt in einer langen Reihe von rund einem Dutzend Anschlägen, die 2011 beginnen. Den Auftakt bildet ein Anschlag auf ein Starkstromkabel am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz. Es folgten weitere Anschläge auf Kabelsätze und Stromkästen der Deutschen Bahn mit immensen Auswirkungen auf den Bahnverkehr und die immensen Kosten. Der bisher folgenschwerste Anschlag erfolgte 2021 auf einen Strommast nahe der Fabrik des Autobauers Tesla in Grünheide mit einem Schaden von mehreren Millionen. In einem Bekennerschreiben hat sich die Vulkangruppe zu der Tat bekannt. Das Schreiben offenbart Täterwissen und wird von den Behörden als authentisch angesehen. Wer sind diese Täter? Dazu das zwölfseitige Bekennerschreiben, es beginnt wie folgt: „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten. Wir können das Ende der imperialen Lebensweise einleiten. Wir können den Raubbau an der Erde stoppen.“ Und weiter: (allgemeine Unruhe – Glocke der Präsidentin) „Unsere gemeinwohlorientierte Aktion ist gesellschaftlich sinnvoll. … Der Angriff auf das Gaskraftwerk ist ein Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen. … Wir rufen verzweifelt, wütend und entschlossen …: Sabotiert die fossile Infrastruktur, die Stromnetze, den Raubbau an der Erde, die Serverzentren, die Chipindustrie …“ und so weiter.
