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David Wulff

FDP 14.11.2025 Sitzungen 8/120

Der geht nur nach unten. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Es ist ja schon fast ein bisschen bezeichnend, dass die Gruppe der Berufssitzer sich hier über Fußverkehr unterhält. Die, die wir hier während der Landtagswoche zwölf Stunden am Tag in unseren Sesseln sitzen, glaube ich, wir können alle ein bisschen mehr Bewegung vertragen. Und die durchschnittliche Wanderungs…, die durchschnittliche Wanderungsbewegung in der Vergangenheit, bevor es dann großartige Verkehrsmittel gab, betrug ungefähr 30 Kilometer pro Generation. Das ist also das, was man am Tag entspannt zu Fuß zurücklegen kann, wenn man dann im Wesentlichen auf den Fußverkehr setzt. Die Distanz von 30 Kilometern ist nicht aus der Luft gegriffen, seit Jahrtausenden erprobt, hier in Mecklenburg-Vorpommern selber schon einmal erprobt, 40 Kilometer am Tag, bei flachem Land und gutem Weg ist das relativ gut möglich. Aber das begrenzt dann auch die Dimension des Fußverkehrs. Im Umkehrschluss würde ich also sagen, das ist eine klare, rein kommunale Angelegenheit. Das, was wir hier vorliegen haben, empfinde ich als übergriffig, sehr geehrte Kollegen von den GRÜNEN, ich empfinde es als übergriffig, hier vom Landtag aus zu sagen, was die Kommunen machen müssen. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Das ist eine primär kommunale Angelegenheit. Die Kommunen, die wissen genau, was sie machen können und was sie machen sollen. Wenn jetzt der Verweis auf die Bundesstrategie von Volker Wissing kommt – ja, da geht es dann auch darum, die rechtlichen Rahmenbedingungen so zu lösen, dass wir halt das Spannungsfeld der Nutzung der öffentlichen Verkehrsflächen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern dann irgendwie hinbekommen. Aber jetzt hier noch mit Ihren Vorschlägen reinzugehen in Punkt 1, in eine landesweite Kampagne, das klingt eher danach, als ob wir noch der AGFK, denen noch mehr Beiträge irgendwie zuschustern wollen oder ob wir jetzt hier Modellprojekte als Handreichungen machen. Das ist genau diese Übergriffigkeit, wo wir sagen, aus Schwerin heraus, liebe Kommune, wir wissen besser, wie vor Ort der Fußverkehr da irgendwie gelöst werden soll. Und noch mehr Beratungsangebote irgendwie und Konzepte zu erstellen, das schreit für mich einfach nur nach noch mehr Bürokratie. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Am Ende habe ich tatsächlich nur das Gefühl, wir könnten jetzt vielleicht noch ein Förderprogramm für gute Wanderschuhe auflegen für diejenigen, die es sich nicht leisten können, wir können staatlich geförderte Fußtaxis etablieren (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) und Wegbierzapfsäulen alle 2.000 Meter, staatlich gefördert, einrichten, (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) und dann haben wir, glaube ich, ein rundes Konzept. Aber ansonsten lehnen wir das Ganze hier ab. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP)

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