David Wulff
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das Problem, was jetzt hier beschrieben wurde, das betrifft ja nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner in Zirchow. Da fahren zwar die Autos alle durch und dann haben wir den Lärm und den Verkehr halt in dem Ort, aber es betrifft ja natürlich auch alle die, die da durchfahren müssen. Das heißt also, der ganze Verkehr, der ganze Verkehrsfluss auf der Insel, das haben wir an anderer Stelle ja auch schon mal hinreichend diskutiert, da schiebt sich im Sommer eine Blechlawine nach der anderen quer über die Insel von Nord nach Süd und umgekehrt. Das heißt also, dass wir hier eine Entlastung schaffen müssen und hier auch die Möglichkeit haben, eine Entlastung zu schaffen, das halte ich einfach nur für geboten. Im Kreistag hätte ich gesagt, wenn die SPD so einen Antrag einbringt, bevor das nicht im Ausschuss beraten wurde, entscheiden wir hier erst mal gar nicht. Aber da die SPD ja hier wieder weiß, was sowieso die sinnvollere Variante ist, und hier auch die Mehrheit stellt, brauchen wir uns im Ausschuss damit ja nicht zu befassen, wobei mich durchaus interessieren würde, was denn noch einige Experten, die Bahn und ähnliche, dazu sagen. (Rainer Albrecht, SPD: Das können wir ja trotzdem machen.) Dann bin ich gespannt, ob wir das dann trotzdem machen. (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) Wir wollen das Ganze aber nicht verhindern, an der Stelle vorneweg. Wir brauchen dort eine Lösung, die Südvariante scheint auf den ersten Blick ökologisch und auch verkehrstechnisch und von der Akzeptanz die beste Variante zu sein. Deswegen unterstützen wir diese Variante hier auch an der Stelle. Die Frage, die ich mir nur stelle, ist, was passiert, wenn die Bahn sagt, nein, machen wir nicht. Planen wir dann die Nordvariante trotzdem parallel? Oder sagen die Anwohner in Zirchow, also wenn die Südvariante nicht kommt, dann wollen wir den Verkehr lieber doch weiter durch unseren Ort haben? (Falko Beitz, SPD: So ist das.) Das kann ich mir ehrlicherweise (Falko Beitz, SPD: So ist das.) schwer vorstellen. Aber wenn das so ist, dann muss man da natürlich gucken, dass wir da entsprechende Lösungen halt finden. Und da wir ja eh schon im Gespräch mit der Bahn sind und den Flughafen hier erwähnen: Also eine verkehrstechnische Anbindung, straßenseitig, also autoseitig, an den Flughafen mag zwar irgendwie sinnvoll sein, aber viel sinnvoller wäre eine Anbindung des Flughafens am Schienenverkehr, weil da haben wir nämlich das Problem, der Flughafen wird überwiegend genutzt von Gästen auf dem Süden der Insel. Dort schafft man das noch mit den Hotel-Shuttles, die Leute dann irgendwie abzuholen. In den Norden der Insel, wer dort mit dem Flieger ankommt, die werden da schon gar nicht mehr hingefahren, weil die durch den Verkehr auf der Insel gar nicht mehr durchkommen. Das heißt, es lohnt sich gar nicht für die. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Würde man da die Bahnanbindung hinbekommen, dann könnte man den Norden der Insel touristisch auch an den Flughafen anbinden, was momentan einfach nur aufgrund der Verkehrsdichte nicht funktioniert. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich weiß, Herr Damm, ökologisch mag das für Sie alles keinen Sinn machen. Verkehrstechnisch macht es aber absoluten Sinn. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und wenn wir über eine Verlegung der Bahntrasse reden, dann gebe ich das vielleicht gleich mal ins Stammbuch mit an den Minister, dass man das vielleicht in dem Zusammenhang mitmacht. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Am Ende ... (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Herr Damm, jetzt ist doch mal gut hier! Ich bin doch nicht die Regierung. Sie brauchen doch nicht gegen mich zu opponieren, das macht doch gar keinen Sinn! (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD – Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) So! (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Am Anfang hat man den Swinetunnel von der Landesregierung bekämpft. Dann hat man die Folgen ignoriert. Man hat eigentlich gar nicht geguckt, dass man sich darauf einstellt. Jetzt wird das als Ursache für mehr Verkehr genannt. Mit Verlaub, da hätte man früher auch ...
