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René Domke

FDP 13.11.2025 Sitzungen 8/119

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Erst mal vielen Dank für die tatsächlich auch würdige Behandlung des Themas. Das war, glaube ich, angemessen, und gleichwohl möchte ich ein paar Punkte aufgreifen. Es wurde mehrmals angesprochen, dass es natürlich auch um diejenigen gehen muss, die ein Interesse haben, zum Beispiel nach der Ascheteilung einen bestimmten Anteil zu haben oder was auch immer. Rheinland-Pfalz hat es folgendermaßen geregelt: Alle diese Dinge, die dort in die Liberalisierung mit hineingeflossen sind, entsprechen dem vorher schriftlich fixierten Wunsch des Verstorbenen oder der Verstorbenen. Und ich glaube, das ist auch das, was zu respektieren ist. Ich verstehe den Ansatz, lieber Dr. Terpe, dass man sagt, okay, auch andere haben vielleicht das Bedürfnis, an einem bestimmten Ort zu trauern, aber ich denke, der Wunsch der oder des Verstorbenen steht über dem. Das ist aber eine Abwägung, und das ist sicherlich auch etwas – wir gehörten dieser Kommission nicht an –, das ist sicherlich etwas, was man von verschiedenen Seiten betrachten muss. Und deswegen bedanke ich mich erst mal. Auch Herr Bruhn, das war auch ein sehr guter Beitrag, weil man natürlich immer wieder über das Thema diskutieren muss. Es ist angesprochen worden, in Wismar sahen wir uns auf einmal einer Kostensteigerung von über 500 Prozent ausgesetzt, die jetzt noch mal nachkalkuliert werden muss. Aber das ist ja die Folge dessen, dass der Friedhofszwang in der Form immer noch besteht, auch die Grabformen teilweise noch so vorgeschrieben sind. Und wenn wir merken, dass immer weniger Erdbestattungen stattfinden, wird die Fläche des Friedhofs natürlich nicht mehr beansprucht und die Gemeinkosten steigen, und die werden dann natürlich umgelegt. Und das ist eine Folge, Herr Bruhn, die wir ganz genau betrachten müssen: Kann man sich das am Ende noch leisten? Und das kann eben nicht eine Frage des Geldes sein, sondern es muss eine Frage sein der freien Entscheidung, und deswegen ist es, glaube ich, eine Diskussion, die wir dringend weiterführen müssen. Ich gebe, wie gesagt, noch mal zu bedenken, ob wenigstens Sie die Diskussion vielleicht weiterführen wollen oder noch mal aufnehmen möchten, was Sternenkinder anbelangt, die zusammen mit der Mutter versterben. Ich glaube, also ich habe jetzt nicht herausgehört, warum es da wirklich begründbar ist, warum das nicht möglich sein soll. Das ist für mich zum Beispiel ein Aspekt, wo es wirklich nur eine kleine Stellschraube ist, die den Wünschen der Familie mit Sicherheit gerecht wird. Das ist etwas, was ich mindestens erwarten würde, dass man das mal in eine Gesetzesnovelle packt. Über das andere, habe ich so wahrgenommen, wird man weiter diskutieren müssen. Uns war klar, dass es jetzt hier nicht nur Zustimmung geben wird, aber ich glaube, das ist auch wichtig, dass der Prozess weiter im Gang bleibt, dass wir im Gespräch bleiben, und möglicherweise wird es irgendwann wieder eine Kommission geben. Und ich kann Ihnen versprechen, die FDP, ob sie hier nun sitzt oder nicht, wird sich da mit einbringen, und ich denke, das ist auch richtig so. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion Die Linke und der Gruppe der FDP)

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