Horst Förster
Ja, vielen Dank, Frau Klingohr! Ich komme deshalb noch mal, weil Sie mich auch persönlich angegriffen haben. Aber das ist ja nicht mein übliches Arbeitsfeld, deshalb war ich auch nicht bei solchen Veranstaltungen. Im Übrigen haben Sie ja eine ganze Menge Punkte angesprochen oder in diesen Empfehlungen. Das sind ja überwiegend Dinge, die gar nicht neu sind, die im Grunde auch keinen besonderen Erfinderreichtum erfordern, sondern das sind Dinge, die im Leben jedem einfallen können und mit denen man leben kann. Aber Sie sind ja die Frage völlig schuldig geblieben, auch gegenüber Frau Hoffmeister, wer das Ganze dann bezahlen soll und wie Sie sich die Förderung vorstellen. Es sind alles einzeln sinnvolle Projekte, die aber auf dem Gesamtfeld gesehen ja gar nichts ändern. Nehmen Sie die Barrierefreiheit! Das ist doch ein Problem, das jeder kennt. Wie wollen Sie denn mit diesem Plan jetzt irgendwo konkret in der Wohnungsgesellschaft oder sonst wo da was ändern? Also das Problem der Barrierefreiheit ist doch nicht, muss doch nicht neu erfunden werden, das kennt jeder. Da nützt doch dieser Runde Tisch überhaupt nichts. Dann haben Sie einzelne Projekte, ich wollte sie ja nicht schlechtreden, sie sind ja, mögen ja alle ganz nett gemeint sein oder ganz gut sein. Aber nehmen Sie etwa dieses Wohnpartnerprojekt. Das kann einem ja einfallen, nämlich dass auch ein Flüchtling oder ein Student oder wie auch immer aus der Nachbarschaft sich mit einem Alten zusammentut, einem alten Menschen. Das gibt es ja auch hier und da. So was kann man nicht planen, das kann es hier und da geben. Als Projekt, sage ich Ihnen noch mal, als Projekt, wenn Sie da sozusagen damit hier Reklame machen, ist das ein Hochrisikoprojekt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht. Wie das rechtlich gehandhabt werden soll, wer für die Miete und so weiter, das brauchen wir gar nicht zu vertiefen, das muss sich eigentlich jedem erschließen. Dann solche Aktivitäten, über die man schon nur, denke ich, ein bisschen lächeln kann, dass sie Rollatorentreffen machen sollen. Ich kenne diese aus eigener Erfahrung. Ich habe es ja kurz mal erwähnt. Ich weiß, wie das aussieht (Heiterkeit bei Nikolaus Kramer, AfD) in dieser Endphase des Lebens und mit dem Rollator. Hauptproblem mit den Rollatoren ist, dass sie, sagt Ihnen jeder Orthopäde, viel zu früh damit rumlaufen, weil sie in völlig falscher Körperhaltung laufen und der Gleichgewichtssinn nicht mehr trainiert ist. Es wäre viel besser, viele von denen, wenn die früher mit Krückstock rumlaufen würden, dann würden sie nämlich noch ihre Mobilität viel besser aufrechterhalten.
