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Jeannine Rösler

Die Linke 09.10.2025 Sitzungen 8/116

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Unsere 13.000 Erzieherinnen und Erzieher betreuen und fördern jeden Tag circa 116.000 Kinder. Sie wenden sich ihnen fürsorglich zu, bauen eine Bindung auf, hören zu, beantworten Zigtausende neugierige Fragen, erschließen ihnen verschiedenste Lebenswelten. Die Anforderungen an unsere Fachkräfte sind sehr hoch – frühkindliche Bildung, Sprachförderung, Inklusion, Digitalisierung, Gesundheitsbildung, Kinderschutz, Elternarbeit und, und. Ohne Frage, jedem Kind gerecht zu werden, ist ein täglicher Spagat, und das ist uns allen, glaube ich, sehr, sehr bewusst. Und daher gilt allen Beschäftigten in den Kitas Anerkennung und Respekt für ihre Leistung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke) Mecklenburg-Vorpommern hat landesweit mit 59,2 Prozent die höchste Betreuungsquote bei Kindern unter drei Jahren erreicht, das ist deutschlandweit spitze. Auch bei den Drei- bis Fünfjährigen führt Mecklenburg-Vorpommern mit beeindruckenden 94,5 Prozent Betreuung und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das gilt im Übrigen auch für die Fachkraftquote. Und ich meine, das ist eine Leistung, die es auch zu würdigen gilt, weil diese Betreuungssituation, die wir hier in Mecklenburg-Vorpommern haben, wie wir wissen, eben nicht so selbstverständlich ist in vielen anderen Bundesländern. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke – Thomas Krüger, SPD: So ist es.) Und ja, wir wissen auch, dass die Betreuungsqualität nicht automatisch mit dieser Quantität verbunden werden kann. Entscheidend ist – das ist doch hier völlig unbestritten –, wie viele Fachkräfte sich um die Kinder kümmern. Und deshalb ist es auch nachvollziehbar, dass die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit ihrem Antrag die Fachkraft-Kind-Relation erneut in den Fokus rückt. Denn – das ist gar keine Frage – sie ist ein wichtiger Punkt für den Rahmen, der eine gute pädagogische Arbeit ermöglicht. Insofern sind wir, wenn wir uns aber die Entwicklung auch anschauen, doch ein Stück vorangekommen. Vor zehn Jahren lagen wir noch bei 1 : 16 im Kindergartenalter. Aber klar ist auch, wir müssen diesen Weg weiter beschreiten, und das ist hier auch deutlich zum Ausdruck gekommen. Wer würde sich nicht einen Schlüssel von 1 : 4 für unter 3-Jährige, 1 : 10 im Kindergarten und 1 : 17 im Hort wünschen? Das ist …

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