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Horst Förster

AfD 09.10.2025 Sitzungen 8/116

Ja, vielen Dank! Frau Kaselitz, um es voranzustellen, natürlich gibt es gelungene Integration. Hier wurden ja schon viele Fälle aufgeführt, über die wird ja gelegentlich berichtet. Und es ist keine Frage, wer sich hier voll integriert hat, wer hier Deutschland als sein Heimatland angenommen hat, als gewordenes Heimatland, der ist willkommen, den will ja niemand nach Hause schicken. (Zuruf von Michael Noetzel, Die Linke) Aber es geht ja schon mit den falschen Begriffen los. Sie sagen, Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das sagen inzwischen die meisten. Das stimmt aber begrifflich eigentlich nicht, denn ein Einwanderungsland zeichnet sich historisch klassisch dadurch aus, (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) dass es die Aufnahmegesellschaft, also das Land selbst, bestimmt, wer in dieses Land kommt. Und da wird, wenn man die Geschichte kennt, Sie wollen nach Australien auswandern oder sonst wo hin, da wird genau geguckt und sortiert, da müssen Sie nachweisen, dass Sie für dieses Land von Nutzen sind und eine Bereicherung sind. (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Also wir sind in dem Sinne ein Einwanderungsland, weil wir nämlich ein Muster betreiben, das einfach nicht funktionieren kann. Dieses Muster sieht so aus, dass jeder aus aller Herren Ecken dieser Erde hierherkommen kann und mit dem Zauberwort „Asyl“ Eintritt verlangt und dann hier auch bleibt. Wer kommt, der bleibt – dieses Muster, wo Sie sich überhaupt nicht mit befassen, das kann weder juristisch noch logisch noch moralisch funktionieren. Und die Folgen sehen wir. Es gibt eben nicht nur Migranten, die jetzt hierherkommen, um sich hier wirklich zu integrieren. Viele von ihnen leben – aus nachvollziehbaren Gründen, weil sie sich eben dort wohler fühlen – in Parallelgesellschaften. Muss ich Ihnen die ganzen Folgen – Kriminalität, Messerattacken –, alles aufzählen? Muss ich nicht. Das Muster kann logisch schon nicht funktionieren, wenn Sie die Türen offen lassen und jedem Zutritt gewähren, auf die Idee kommen Sie ja bei Ihrem Zuhause auch nicht, jeder kann reinkommen und er bleibt mit dem Wort „Asyl“ faktisch hier. Darüber regt sich nicht nur die AfD auf, da gibt es ja nun inzwischen auch genug Verfassungsrechtler, die die Unsinnigkeit, die Dysfunktionalität auch des Asylrechts damit darlegen. Im Übrigen noch eins: Wer hierherkommt, der hat zunächst eine Bringschuld zu erbringen. Wer in ein fremdes Land kommt und dort leben will, der ist in erster Linie gefordert, sich diesem Land anzupassen. Und es ist nicht eine Verpflichtung, eine gleichwertige Verpflichtung der Aufnahmegesellschaft, sich ihm kultursensibel zu nähern. Wie soll ich mich kultursensibel an Familien nähern, wo der Vater seine Tochter zur Beschneidung in das Ursprungsland bringt?

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