Daniel Peters
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Kollege, Sie haben mit Blick auf den geschichtlichen Abriss zum Blick der Ost-CDU ein paar Dinge genannt – und diese Dinge sind auch aufgearbeitet –, aber Sie haben einen ganz wesentlichen Punkt vergessen: Es gab die Zeit der sowjetischen Besatzungszeit zwischen 45 und 49, und ich könnte Ihnen – aber das ist, leider erlaubt es mir die Zeit nicht – die Namen der Opfer der Christdemokraten hier vorlesen, die in dieser Zeit unterdrückt wurden. Und wenn Sie sich mit der Parteienbildung in der DDR ein wenig auseinandersetzen würden, würden Sie auch begreifen, dass die Gründung der CDU und das, was daraus dann in diesen Jahren mit den Mitgliedern passiert ist – dann würden Sie so hier nicht reden. (Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!) Denn in dieser Zeit sind Opfer, Mitglieder der CDU, in die Sowjetunion verschleppt worden. Es gab eine ganz klare Strategie der Sowjetunion und dann auch der SED, wie man diese neu gegründeten Parteien zersetzt und sie letztlich zu Blockparteien macht. Und das haben Sie hier in Ihrer Rede gänzlich, gänzlich unterschlagen. Und wenn Sie diese Aufarbeitung hier von allen einfordern, (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) dann hätte ich es zumindest irgendwo auch für recht und billig empfunden, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) wenn Sie die Rolle Ihrer eigenen Parteien deutlich stärker hier ins Zentrum stellen. Und die allermeisten Wissenschaftler, die Historiker reden von der Ein-Parteien-Diktatur, die es gab, (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) die SED-Diktatur, die die Deutsche Demokratische Republik geprägt hat. Und wenn Sie das in Abrede stellen, muss ich Ihnen leider sagen, haben Sie von Geschichte gar keine Ahnung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der AfD, CDU, der Gruppe der FDP und Sandy van Baal, fraktionslos)
