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David Wulff

FDP 17.07.2025 Sitzungen 8/112

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Vor Kurzem fand gerade die gemeinsame Katastrophenschutzübung in Sternberg auf der Warnow statt, alle in einem Boot, organisiert von der Bundeswehr, von der Feuerwehr, um zu zeigen, dass die Hilfsorganisationen hier im Land alle in einem Boot sitzen, der gemeinsame Austausch notwendig ist. Ich danke an dieser Stelle allen, allen Ehrenamtlichen, aber auch allen Hauptamtlichen, die sich in den Strukturen jeweils im Katastrophenschutz betätigen, dem DRK, dem THW, ASB, Johanniter, DLRG, Malteser und natürlich auch den Freiwilligen Feuerwehren, die auch Teil des Katastrophenschutzes sind an dieser Stelle. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP) Es sind gemeinsame Einsätze, die uns zusammenschweißen, und, das wissen Sie mittlerweile, ich bin selbst engagiert in dem Bereich. Seit 24 Jahren bin ich im Deutschen Roten Kreuz in der Wasserrettung aktiv, dort auch entsprechend im Wassergefahrenzug. Das sind die Einsätze wie das Elbe-Hochwasser, wo nicht nur der Wassergefahrenzug vom DRK da ist, sondern auch die Feuerwehren und von vielen anderen Organisationen. Es ist der Brand in der Lübtheener Heide, wo natürlich zuerst die Feuerwehr im Fokus steht, aber genau neben der Feuerwehr oder hinter der Feuerwehr im Rückraum die Versorgung sichergestellt wird, Essen, Trinken, Wasser, im Zweifel auch Unterkünfte. Wir haben das bei Hochhausbränden, auch da wird die Feuerwehr gerufen. Ein Hochhaus muss evakuiert werden, mitten in der Nacht, und wer kommt mitten in der Nacht dazu? Dann kommt noch der Betreuungszug aus dem Katastrophenschutz mit dazu, der dafür sorgt, dass die Leute versorgt werden, betreut werden und auch diese Katastrophe in ihrem persönlichen Umfeld überstehen können. In der Corona-Pandemie war das genau das Gleiche. Die Bundeswehr schickte im Rahmen der Amtshilfe natürlich viele Soldaten. Es waren Feuerwehrkameraden, und es waren Kameraden aus allen anderen Hilfsorganisationen, die einen Tag vorher einen Anruf bekommen haben und gesagt haben: He, wir haben jetzt hier eine Turnhalle, die muss eingerichtet werden, leg los. Dann ziehe ich mir mein rotes T-Shirt über und komme an, und wen treffe ich da? Das sind Feuerwehrleute, das sind die Leute vom DLRG, von den Johannitern, ASB, und die helfen einfach gemeinsam. Wir unterhalten uns, wir machen diesen Einsatz, und wir sorgen dafür, dass diese Lage schnell und zügig und professionell überstanden wird. Aber warum machen Menschen ein solches Ehrenamt? Dieses Ehrenzeichen, was wir hier machen wollen, das ist nicht die Motivation. Keiner geht in den Katastrophenschutz und engagiert sich, riskiert im Zweifel sein eigenes Leben nur für ein Ehrenzeichen und vielleicht ein paar Taler. Das ist es nicht! Aber die Leute, die da unterwegs sind, die haben auch irgendwie so ein Helfersyndrom. Das sind Menschen, die sagen, ich engagiere mich, ich helfe, ich weiß, das ist jetzt keine dauerhafte Betreuung, sondern das ist in der Regel immer eine Notsituation, eine Notsituation, in die andere Menschen geraten sind, eine Notsituation, die die anderen Menschen nicht zu verantworten haben. Und dann stehen wir zusammen, und dann stehen wir zusammen als Gesellschaft. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP) Für mich persönlich ist es Teil unseres Staatswesens, wo wir zusammen einstehen und füreinander da sind. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP) Ich verpflichte mich mit dem Beitritt zu einer Katastrophenschutzorganisationen, egal welcher Art, wenn ein Einsatz kommt, dann rücke ich aus und im Zweifel riskiere ich meine eigene Gesundheit. Das ist bei der Feuerwehr so, das ist im Hochwasser so, das ist bei Sturmschäden so. Deswegen danke ich auch hier der SPD, den Linken, den GRÜNEN, der CDU und auch der Landesregierung, dass wir diesen Schritt, diesen kleinen Schritt zur Anerkennung und zur Würdigung gegangen sind, weil es ist hier ein überparteiliches Anliegen. Da kann die CDU noch so oft sagen, sie sind Brand- und Katastrophenschutz oder was auch immer, es gibt aus allen Bereichen Menschen, die sich engagieren, egal welcher Couleur, egal welcher Partei, das ist völlig egal an dieser Stelle, weil wir hier gemeinsam füreinander einstehen. Und deswegen ist dieses Ehrenzeichen ein kleiner Baustein im Rahmen der Helfergleichstellung … (Am Rednerpult leuchtet die rote Lampe.) Ich habe eine Minute extra angemeldet. Wir werden noch weitere Schritte gehen müssen im Rahmen der Helfergleichstellung, damit alle Leute, die sich engagieren, entsprechend Dank und Würdigung erfahren und natürlich motiviert in den Einsatz gehen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP)

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