Harry Glawe
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Notfallversorgung in Mecklenburg-Vorpommern, ein wichtiges Thema für die Bevölkerung, aber auch insgesamt natürlich für alle, die im Rettungsdienst oder an der Rettung von Menschen beteiligt sind. Ich will feststellen, dass wir in den letzten Jahren deutlich besser geworden sind, dass die Rettungszeit in Mecklenburg-Vorpommern zehn Minuten sind und dass eine Abweichung bis zu 20 Prozent sozusagen toleriert wird. Was darüber hinausgeht, führt dazu, dass man zum Beispiel bei der Luftrettung sich überlegen musste, einen vierten Hubschrauber zu stationieren. Und da bin ich der Regierung dankbar, dass sie am Ende auch den Initiativen, die wir in den Sozialausschüssen ja auch diskutiert haben, gefolgt ist und einen vierten Standort jetzt bereitstellt und damit auch einen vierten Rettungshubschrauber, um die Rettungszeiten zu verkürzen. Das Zweite ... (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Das ist nicht ungeeignet. Reden Sie nicht, (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) reden Sie doch nicht immer so unqualifiziert daher! Meine ... (Jens-Holger Schneider, AfD: Wir hatten das Thema gerade.) Was? Ich rede von Mecklenburg-Vorpommern. Was denken Sie, in welchem Land ich hier wohne?! (Jens-Holger Schneider, AfD: Ich weiß, welcher Standort das ist.) Ich glaube, Ihnen fehlt da so ein bisschen was (Jens-Holger Schneider, AfD: Nee, ganz bestimmt nicht.) an Verständnis. (Heiterkeit bei Marcel Falk, SPD) Meine Damen und Herren, natürlich ist auch die Aufgabe von Rettungsleitstellen, dafür zu sorgen, dass schnelle Rettung stattfindet. Und deswegen sind ja auch die Rettungswagen mit Telemedizin ausgestattet. Die Ministerin hat es gesagt, in Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen laufen diese Modelle. Und es geht ja darum, dass man einen Patienten, der einen Schlaganfall hat oder der einen Herzinfarkt erlitten hat, dass der sofort behandelt wird, noch im Rettungswagen, und dann wird geguckt, welches Krankenhaus hat das richtige Know-how, um schnellstmöglich zu helfen. Und das sind nun mal die Universitäten einerseits in Greifswald oder eben das Klinikum in Stralsund. Das, denke ich, ist eine gute Maßnahme, um da auch deutlich voranzukommen. Dann haben wir die Frage, die auch immer gestellt wird, was ist mit der Nummer 116 117? Genau das ist die richtige Kommunikation, am Wochenende haben dann eben auch Hausärzte im Krankenhaus Dienst, sitzen sich gegenüber mit ihren jeweiligen Kollegen aus dem Krankenhaus und entscheiden, ob der Patient behandlungsbedürftig ist, aufnahmebedürftig ist oder auch am Montag zum ambulanten Arzt geht oder am selben Tag dann auch über den Hausarzt oder den Arzt, der im Krankenhaus mit am Tisch sitzt und niedergelassen ist, behandelt wird. Das sind, denke ich, alles Dinge, die in den letzten Jahren deutlich besser geworden sind. Und dass es eine App geben soll, die bundesweit agiert, ist Professor Hahnenkamp zu verdanken. Dieses Modell hat er ja mit Studenten et cetera ausprobiert und ist damit auch durch die Lande gezogen, um insgesamt dafür zu sorgen, dass in ländlichen Räumen, wo teilweise dann nicht sofort ein Rettungssanitäter vorhanden ist, dass auch ein qualifizierter Bürger oder, ja, Bürger in der Region bei Herzstillstand oder anderen Geschehnissen schnell helfen kann und unterstützend wirkt, denn nichts ist schlimmer, als wenn in der Phase zwei, drei, vier oder fünf Minuten keine Herzdruckmassage ausgeübt werden kann. Dann ist die Lebenserwartung deutlich geringer. Und im Übrigen will ich noch darauf hinweisen, dass also auch die Rettungssanitäter et cetera auch in der Lage sind, vielen Menschen zu helfen. Und ich will ausdrücklich sagen, in der Frage haben wir noch nicht alles erreicht, aber viel, viel besser sind wir geworden. Und die Diskussionen der letzten Jahre haben sich auch im Parlament gelohnt, denn am Ende hat die Regierung auch gehandelt. Und ich sehe jetzt nicht den ganz großen Zankapfel. Natürlich kann man immer alles noch besser machen, das ist ja keine Frage. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Muss! Es geht um Leben und Tod.) Aber das, was Sie hier vortragen, (Zuruf von Marcel Falk, SPD) das ist sozusagen weit an der Wirklichkeit vorbei. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Nein, nein, nein!) Da wollen Sie jetzt wahrscheinlich mit Wahlkampf machen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ist ja noch gar kein Wahlkampf!) Da fangen Sie jetzt ja an! Sie müssen mir ja nicht erzählen, ich bin ja nicht blind auf den Augen, auf den Ohren wahrscheinlich schon ein bisschen mal, (Heiterkeit bei Marcel Falk, SPD) aber insgesamt will ich nur sagen, Herr Jesus de Fernandes, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) wir werden Sie beobachten und werden Sie auch stellen mit Ihren Tricks, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) die Sie immer hier so aufführen. (Enrico Schult, AfD: Wollten Sie doch schon jahrelang!) Das ist, das hilft den Menschen nicht, das hilft den Menschen nicht. (Zurufe von Thomas de Jesus Fernandes, AfD, und Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Ach nee? Sie haben mir, Sie hören doch wieder nicht zu! (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Da sage ich nachher was.) Ich stelle wieder fest, das ist bei Ihnen wie so eine Wand. (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Da geht es dagegen. Und dann wird dagegen... (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Jetzt haben Sie aber Ihr Redekonzept geändert. Das passt ja gar nicht zu Ihnen.) Ich habe mein Redekonzept überhaupt nicht geändert. Ich weiß, ich habe frei gesprochen. Was wollen Sie denn überhaupt von mir? (Heiterkeit bei Marcel Falk, SPD) Jetzt können Sie nachlegen! – Danke! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU)
