David Wulff
Ja, dann lassen Sie die Zeit laufen. So, und das ... (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU) Ja, danke! So, und das, was Sie aber dann tatsächlich an der Stelle machen, Sie ignorieren alles, was dahintersteht, (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) und nehmen nur diese eine Zahl, um Stigmatisierung zu verursachen. Und genau das hat Ihre vorherige Zwischenfrage gesagt, genau das hat die aktuelle Zwischenfrage gesagt, (Heiterkeit bei Jan-Phillip Tadsen, AfD: Ja, natürlich!) das hat Ihre Einbringung gesagt und das ist das Ergebnis. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP) Und damit wir uns nicht falsch verstehen an der Stelle, ich bin ein Freund von Zahlen, und Zahlen können auch wirklich helfen, (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) sie sind allerdings kein Allheilmittel, denn man muss sie auch lesen können. (Jens-Holger Schneider, AfD: Aha! – Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Selbstverständlich brauchen wir valide Daten über Migration, über Integrationsverläufe und auch über Herausforderungen. (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Also doch! Also doch!) Wir haben diese Zahlen im Übrigen auch. Die Bundesagentur für Arbeit hat diese ganzen Arbeitsmarktzahlen, die ganzen Statistiken in wirklich unglaublicher Detailtiefe. Wer an diversen Arbeitsmarktgesprächen mal teilgenommen hat, weiß das. Das ist alles da. Wir dürfen die Zahlen aber nicht isoliert betrachten und vor allem nicht überhöhen. Migration ist doch ein dynamischer Prozess. Wenn Sie jetzt sagen, alle sechs Monate einmal die Zahlen da rein, das, was da passiert – die Menschen kommen, sie ziehen weiter, sie beginnen eine Ausbildung, brechen die Ausbildung vielleicht sogar ab, (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) wechseln vielleicht in eine andere Branche, ziehen in ein anderes Bundesland, (Jens-Holger Schneider, AfD: Ja.) gehen vielleicht noch mal wieder woanders hin –, Sie haben immer nur eine stichtagsbezogene Zahl (Jens-Holger Schneider, AfD: Wie bei jeder Statistik, Herr Wulff. – Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) und können damit am Ende gar nicht genau das rauskriegen, was Sie eigentlich haben wollen. Und was der Antrag verkennt, Mecklenburg-Vorpommern ist ein Zuwanderungsland, und zwar aus Notwendigkeit. Wir haben eine alternde Bevölkerung, das ist allen klar, und wir verlieren jedes Jahr junge Menschen an andere Bundesländer. Und selbst die Migranten, die uns zugewiesen beziehungsweise die Asylsuchenden, die uns zugewiesen werden, verlassen, sobald sie irgendwie einen Status haben, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Trotzdem wäre es sinnvoll, die jungen Menschen einfach hierzubehalten, bevor wir sie verlieren an andere Bundesländer.) unser Bundesland auch in der Regel gleich wieder. Und das ist doch auch noch ein anderes Problem, die Leute, die hierbleiben wollen, die sollen doch bitte auch möglichst hierbleiben dürfen.
