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David Wulff

FDP 26.06.2025 Sitzungen 8/109

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Auch hier mein erster Gedanke war bei dem AfD-Antrag natürlich (Thore Stein, AfD: Worüber reden die?) zu erwarten: Worüber reden wir denn? Ist es wieder die Verhinderung vom Ausbau erneuerbarer Energien oder geht es hier tatsächlich um die Sache? (Jens-Holger Schneider, AfD: Ja, das ist glaubwürdig.) Und dann möchte ich an der Stelle vielleicht zunächst mal unterstellen, hier geht es um die Sache beim Wildtierwechsel beziehungsweise um die Zerschneidung von Korridoren oder die Verbindung von Biotopen im Genauen. Die Wanderrouten oder generell die Verkehrswege, die wir uns als Menschen so gebaut haben, zerschneiden Biotope. Ich glaube, das ist klar. Es gibt auch hinreichend Simulationen, wie schädlich die Trennung von Biotopen für Flora und Fauna ist in unserem, also generell in der Natur. Das durfte ich in meinem Studium im Bereich der Landwirtschaftsökonomie – nee, Umweltökonomie hieß das, das war eine Spezialisierung auch in der BWL – entsprechend mit verschiedenen Simulationen untersuchen. Es kam halt immer raus, wenn man es schafft, die Biotope miteinander zu verbinden, bekommt man da zumindest große Vorteile für die Biodiversität hin. Wenn ich auch sehe, was wir dann nun praktisch dafür tun oder bisher auch getan haben, wie viel Aufwand für Tierquerungen betrieben wird, ich weiß nicht, wer es kennt, das ist schon eine Weile länger her, zwischen Zehna und Gutow, vielleicht kennt noch jemand die ganzen Froschleichen, die da früher zur Froschwanderung immer gewesen sind. (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Auf jeden Fall!) Das war wirklich so zur Hauptwandersaison. Da gab es keine Querung und es war einfach nur ein Matschteppich von Fröschen, der auf der Straße war. Und mit sehr viel Aufwand wurde der komplette Bereich untertunnelt und seitdem gab es halt auch nichts mehr. Wir haben den Aufwand betrieben. Es gab auch viele ehrenamtliche Helfer, die dann irgendwie eingesammelt haben, aber mit Tunneln unter der Straße nachträglich noch alles eingebaut. (allgemeine Unruhe) Wir sehen beim Neubau der B 96n auf Rügen, was dort für Wildtierbrücken aufgebaut wurden, was für ein Aufwand da betrieben wurde. Und das ist natürlich auch hilfreich. Und wir sehen auch in allen Ergebnissen, das hilft, wenn man da reingeht. Und mir zeigt es, es gibt Wege, es gibt Lösungen, auch solche Querungen zu organisieren und zu machen. Wenn ich dann aber in den Antrag noch mal genauer reingucke, gerade bei II.2, „in bekannten ...wechselkorridoren sowie in Rotwildgebieten die Errichtung großflächiger Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu unterbinden“, also das heißt, Sie wollen ja hier eigentlich eine komplette Unterbindung, Sie wollen das hier gar nicht mehr haben. Sie sagen noch nicht mal, na ja, wenn man dann irgend- wie vernünftige Lösungen findet, wenn man da Korridore schafft, wenn man da entsprechend bauliche Vorkehrungen trifft. In Ihrem Antrag steht drin, nee, wir wollen das gar nicht, wenn das halt irgendwie auch nur ansatzweise bekannt ist. (Thore Stein, AfD: Doch, Sie können ja auch ...) Deswegen komme ich wieder zu meiner Ursprungsthese zurück, vielleicht haben Sie doch einen anderen Hintergedanken bei diesem Antrag, und daher lehnen wir den auch ab. (Beifall Barbara Becker-Hornickel, FDP – Zuruf von Thore Stein, AfD)

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