Jeannine Rösler
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Gäste! Die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern feiert zehnjährigen Geburtstag. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“ und danken dem gesamten Team der Ehrenamtsstiftung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Wir zollen Respekt und Anerkennung für zehn Jahre aktive, professionelle Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in unserem Land. Seit 2015 hat sich die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern zu einem festen Anker für all jene entwickelt, die sich uneigennützig engagieren im Verein oder in Initiativen. Die Stiftung berät, fördert, vernetzt, qualifiziert und motiviert, und das mit viel Herzblut, Kompetenz und Tatkraft. Was mich immer wieder beeindruckt, ist, dass die Stiftung eben nicht nur Ratgeber in rechtlichen Fragen ist oder Fördermittelanträge entgegennimmt und bewilligt, sondern dass sie Menschen zusammenbringt, Engagement sichtbar macht, quasi dafür sorgt, dass Ehrenamt nicht im Verborgenen bleibt, sondern die Anerkennung bekommt, die es verdient. Ein tolles Beispiel dafür sind die Ehrenamtspreise. Ich erinnere mich noch gut an ein ganz besonderes Projekt, die Obstarche Reddelich. Hier werden über 450 alte Obstsorten erhalten, mit viel Liebe, Wissen und ehrenamtlichem Einsatz. Und ganz nebenbei entstand ein zwölf Kilometer langer Obstlehrpfad, der zeigt, wie köstlich und wie hervorragend Vielfalt ist. Oder denken wir an die Güstrower Sportchronisten, der allererste Verein, den die Stiftung gefördert hat. Sie dokumentieren die Sportgeschichte ihrer Region, organisieren Ausstellungen und bewahren Erinnerungen, die sonst vielleicht verloren gingen. Auch hier zeigt sich, Ehrenamt ist nicht allein Hilfe im Hier und Jetzt, es ist auch gelebte Geschichte und Identität. All die vielen, vielen Projekte haben vor allem eines gemeinsam, Menschen, die mit Enthusiasmus und Empathie dabei sind, Menschen, die anpacken, gestalten, bewahren, verbinden, Menschen, die mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement für ein solidarisches, offenes Miteinander stehen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und diese Menschen gilt es nach Kräften zu unterstützen. Ausgrenzung, Verächtlichmachung und Hetze geben wir keinen Platz. Und wer im Widerspruch zum Geist der Ehrenamtsstiftung und ihren Zielen steht, (Die Abgeordnete Constanze Oehlrich bittet um das Wort für eine Anfrage. – Enrico Schult, AfD: Das ist leider nicht möglich in einer Aussprache.) sollte seine Mitwirkung selbst hinterfragen.
