Harry Glawe
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen im Landtag! Heute ist ein besonderer Tag. „10 Jahre Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern“, 10 Jahre, wo man sagen kann, ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU und Enrico Schult, AfD) Und das ist, glaube ich, eine wichtige Erkenntnis, dass wir insgesamt bei der Vorbereitung der Stiftungsgründung natürlich Diskussionen geführt haben. Aber ich will darauf hinweisen, dass die Große Koalition das damals auf den Weg gebracht hat. Und die großen Player in dieser Frage waren erstens Erwin Sellering, der Landtag und Lorenz Caffier. Das will ich hier zumindest mal festhalten, auch wenn der eine oder andere das vielleicht vergessen hat. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU) Meine Damen und Herren, das Ehrenamt ist, … (Zuruf von Patrick Dahlemann, SPD) Na ja, Herr Parlamentarischer Staatssekretär, alles gut, ne, immer weitermachen (Patrick Dahlemann, SPD: Richtig!) und bei der Wahrheit bleiben! … das Ehren… (Zuruf von Julian Barlen, SPD) Ja, ich weiß, Sie schreiben ja nur das auf, was Ihnen hilft. Meine Damen und Herren, das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Gerade in der heutigen angespannten Zeit kann diese Bedeutung gar nicht hoch genug bewertet werden. Wir sind natürlich in einer Bürgergesellschaft, die auf Vielfalt angewiesen ist, die darauf angewiesen ist, dass die Bürgerinnen und Bürger ihren Staat im Ehrenamt auch unterstützen, sich an der Basis bewegen, und da hat die Ehrenamtsstiftung in den letzten zehn Jahren Hervorragendes geleistet. Die Ministerpräsidentin hat es vorgetragen, jedes Jahr 10.000 Bewilligungen. Das sind 10.000 Bewilligungen in der Fläche, aber auch in den urbanen Bereichen unserer Gesellschaft. Es geht um die Förderung von Kultur, von Bildung, aber auch von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport. Das sind die Dinge, die wichtig sind. Und ich will hier auch den einen oder anderen mal nennen. Herr Belke zum Beispiel von der IHK hier in Schwerin oder Herr Friedemann Kunz, ScanHaus Marlow, das sind Leute, die sich auch im Ehrenamt immer engagieren, und die Wirtschaft unterstützt auch diese Bemühungen. Ich will mich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die sehr präsent sind, die sehr auskunftsfreudig sind und vor allen Dingen kompetent die Beratungen für die jeweiligen Vereine, Verbände durchführen. Ob das Feuerwehr, DLRG ist, ob es Sportvereine sind, die werden sehr, sehr kompetent beraten. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU) Und das ist, glaube ich, ein Markenzeichen, das dazu führt, dass auch viele Projekte so relativ kurz und knapp zu beantragen sind. Es wird beraten und es wird dann auch kompetent die jeweilige Förderung zugesagt und ausgezahlt. Und am Ende ist es eine relativ unbürokratische Abrechnung der jeweiligen ausgezahlten Fördermittel, um gegenüber dem Steuerzahler natürlich auch den Nachweis zu erbringen, dass die Mittel sach- und fachgerecht ausgereicht worden sind. Also, meine Damen und Herren auf der Tribüne, herzlichen Dank im Namen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch herzlichen Dank im Namen der CDU-Landtagsfraktion, dass Sie so hervorragend die Dinge auf den Weg gebracht haben! Machen Sie weiter so! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU) Es ist natürlich wichtig, dass wir einerseits die Ehrenamtskarte, die Goldene, eingeführt haben. Frau Ministerpräsidentin hat darauf hingewiesen. Der Ehrenamtspreis, die Förderprogramme „Gutes tun in Mecklenburg-Vorpommern“ oder „Junges Ehrenamt“, Ehrenamtskonferenzen und der Ehrenamtsmonitor sind wichtige Bestandteile auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Ich möchte darauf hinwirken, dass wir auch in den nächsten Jahren die Arbeit der Ehrenamtsstiftung weiter fortsetzen wollen und müssen, denn ohne Moos ist am Ende auch nichts los. Das, glaube ich, werden auch alle unterschreiben. Und natürlich, je mehr wir in der Fläche auch engagierte Leute, Vereine, Verbände haben, wird es immer wieder auch Unterstützungsbedarfe geben, die durch andere Programme nicht abgedeckt sind. Und dazu ist diese Ehrenamtsstiftung in Güstrow, denke ich, ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger, für alle, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt wollen. Natürlich ist auch die Ehrenamtsstiftung in Neustrelitz ein wichtiger Bestandteil. Ich will darauf hinweisen, dass auch der Standort mithilfe des damaligen Haushälters Eckhardt Rehberg im Deutschen Bundestag dazu geführt hat, dass am Ende der Standort Neustrelitz wurde. Natürlich hat die Landesregierung auch da intensiv geworben, aber ich will in dieser Frage meinen Kollegen Eckhardt Rehberg hier heute auch mal erwähnen, auch wenn heute nicht „10 Jahre Ehrenamtsstiftung Neustrelitz“ auf der Tagesordnung steht. Aber Sie arbeiten ja eng zusammen, und einer der Chefs sitzt ja da oben. Meine Damen und Herren, wir sind dafür, dass das Ehrenamt weiter ausgebaut wird, dass auch die neue junge Generation sich am Ehrenamt beteiligen sollte und müsste. Da, glaube ich, haben wir insgesamt noch Reserven. Und ich will aufrufen, dass auch junge Leute sich massiv einbringen, um diese Gesellschaft weiter voranzubringen. Heute bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren Ehrenamtsstiftung in Mecklenburg-Vorpommern! Sie sind, denke ich, weiter engagiert. Sie haben eine hohe Anerkennung in der Gesellschaft, vor allen Dingen aber auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, bei denjenigen, die das Ehrenamt vertreten. Genießen Sie den Tag! Und wenn Sie feiern wollen, dann machen Sie das bis morgens um sechs und dann geht es wieder ran an die Arbeit! – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der AfD, CDU und René Domke, FDP)
