Sandy van Baal
Und viele Kommunen bei uns und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern sind auch schon an die Belastungsgrenze gekommen und schlagen Alarm. Und das machen sie nicht aus einem politischen Kalkül heraus, sondern weil sie Tag für Tag sehen, was vor Ort halt nicht mehr leistbar ist. Und da hilft nicht nur Geld, sondern vor allem Hände, qualifizierte Hände und Köpfe. Das kann man nicht schönreden, da bin ich ganz pragmatisch veranlagt, wir haben es derzeit einfach nicht im Griff. Und so, wie es bis jetzt gelaufen ist, kann es auch einfach nicht weitergehen. Und wir brauchen dringend eine gemeinsame, evaluierte, europäische Lösung. Langfristig können wir Migration nur auf EU-Ebene steuern. Und das ist keine Ausrede, sondern eine Tatsache. Aber bis dahin liegt es insgesamt an uns, realistische und rechtlich umsetzbare Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört auch, ehrlich über Begrenzung zu sprechen, ohne die Augen vor der Realität zu verschließen. Menschlichkeit und Ordnung schließen sich nicht aus, sie bedingen einander. Nur wenn beide zusammengebracht werden, kann Migration mit Integration verantwortungsvoll gestaltet werden – für Mecklenburg-Vorpommern, für Deutschland und für Europa. – Vielen Dank!
