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Katy Hoffmeister

CDU 15.05.2025 Sitzungen 8/106

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! (Julian Barlen, SPD: Kannst du das langsamer erklären? – allgemeine Heiterkeit) Das kann ich gar nicht. Ich habe schon überlegt auf dem Weg hierhin, da es hieß, wir machen uns alle auf den Weg, und wir sind alle gemeinsam in der Sache unterwegs, dass ich ja eigentlich das ganz kurz machen könnte (Patrick Dahlemann, SPD: Nein! – allgemeine Heiterkeit) oder vielleicht auch lieber musikalisch machen könnte, so, wie der Kollege Damm es uns am Rande schon vorgeführt hat. Das will ich aber nicht, und deshalb nicht, weil wir, glaube ich, alle darum wissen, wie ernst die Angelegenheit ist und wie wichtig das Thema. Und das haben wir alle, die wir hier uns gemeinsam versammelt haben und in der Aussprache auch befasst haben, noch mal deutlich hervorgehoben. Und ich will zunächst zur Ministerin kommen, zu Ihren Anmerkungen. Sie wissen wohl, dass ich es schätze, dass wir durchaus auch den Rettungsdienst, sowohl bodengebunden als auch luftgebunden, noch mal in den Blick genommen haben. Und natürlich freut sich die CDU insbesondere darüber, dass die Entscheidung jedenfalls gefallen ist, einen vierten Luftrettungsstandort zu errichten. (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU und Sandy van Baal, fraktionslos) Und wir hoffen, dass der auch bald kommt, weil es ein wesentlicher Faktor ist, um die Notfallrettung in diesem Land zu verbessern. Wenn Sie mit den Leuten tatsächlich vor Ort sprechen, dann sagen sie alle, was ist dann gerade mit denjenigen, die an besonderen Schnittstellen nicht versorgt werden, die nicht so ohne Weiteres durch die derzeit bestehende Struktur der Luftrettung tatsächlich abgeholt werden können. Insofern ist das ein wesentlicher Faktor und schön, dass Sie im Zusammenhang mit der Laienrettung und der Ersten Hilfe auch noch darauf aufmerksam gemacht haben. Dann haben Sie vorgetragen, wir machen schon mehr, aber man kann auch immer mehr machen. Und Erste Hilfe zum Anfassen ist dabei ein wichtiger Faktor, um vor allem diejenigen wieder zu interessieren, die als Interessierte in Hilfsorganisationen tatsächlich erreicht werden können und dann auch noch mal einen Auffrischungskurs belegen können. Das Problem scheint mir zu sein – und deshalb haben wir auch diese Ziffer aufgenommen, die eben gerade noch mal in den Raum gestellt worden ist, nämlich die Ziffer 4 –, dass wir eine Kampagne brauchen, um genau diejenigen zu interessieren und eine Auffrischungskur in gewisser Weise also machen zu lassen, um am Ende dann tatsächlich auch bei den Hilfsorganisationen zu landen. Ich bin den Hilfsorganisationen sehr dankbar, dass sie diese Kurse regelmäßig anbieten – und zwar über die Kurse für die Erste Hilfe für den Führerschein –, nur das Problem ist, dass wir auch die Interessierten zu interessieren haben, und die fehlen uns im Moment. Und deshalb stellen wir uns tatsächlich vor, dass wir neben einer Plakatkampagne vor allem natürlich auf den Social-Media-Kanälen deutlich verstärkt dafür werben, (Daniel Peters, CDU: Richtig!) sich dieses Thema bewusst zu machen, um auch dann die Angebote anzunehmen. Und ich hoffe, damit konnten wir auch Sie überzeugen, Frau van Baal. Sie wissen, dass ich gewürdigt habe, was derzeit an den Schulen passiert und vor allem die Projekte. Auch da insofern vielen Dank an die Bildungsministerin! Das will ich hier in diesem Zusammenhang gar nicht bestreiten. Nichtsdestotrotz muss Ihnen selber auffallen, dass wir derzeit in diesem Land nicht über nur 29 Schulen, sondern über 500 Schulen, also im öffentlichen Bereich, tatsächlich verfügen und deshalb natürlich die Reichweite der bislang ausgerollten Projekte nicht hinreichend sein kann und wir uns insoweit natürlich deutlich mehr wünschen und deshalb auch fordern, dass wir eine Verpflichtung für Ersthelfer-Kurse ab der Klasse 7 tatsächlich einführen. Und ich würde mich freuen, wenn Sie das in der Sache unterstützen. Ich will was zur Ersthelfer-App sagen. Das war ja ein Teil der Land|Retter-Kampagne, und die Land|Retter-Kampagne war auch nicht nur Gegenstand der Debatte hier im Landtag, sondern auch im Sozialausschuss im Rahmen einer Anhörung. Und da ist, glaube ich, ausdrücklich und sehr nachhaltig von den Kollegen – insbesondere von Professor Hahnenkamp als denjenigen, der als Initiator dieser Land|Retter-Kampagne gilt – (Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!) Hier vorgetragen worden, wie wichtig es ist, eine solche App zu haben. Und es ist auch völlig unbestritten, im Landkreis Vorpommern-Greifswald läuft diese App und sie ist ein Vorbild für alles. Und ich verstehe Sie auch so, sehr geehrte Frau Ministerin, dass Sie natürlich sich gar nicht versperren, also diese Land|Retter-App vor allem natürlich bundesweit und auch gerne gefördert durch Bundesmittel auch einsetzen zu wollen und auch ausrollen zu wollen. (Zuruf von Patrick Dahlemann, SPD) Und deshalb darf ich Sie gerne dazu animieren, tatsächlich – Sie wissen, wir stellen ja selten Rückenwindanträge für die Landesregierung, aber in dem Fall schon – (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) diesen Teil jedenfalls als Rückenwindantrag zu verstehen und ihn deshalb auch mit zu unterstützen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, Jeannine Rösler, DIE LINKE, Barbara Becker-Hornickel, fraktionslos, und David Wulff, fraktionslos) Ich will, ich will Ihnen auch nicht ausweichen, Herr Koplin, ich habe das jetzt gerade auf den Rückenwindteil der Ziffer 5 kapriziert. Aber natürlich verstehen wir das auch als unseren Auftrag, unseren Beitrag dazu zu leisten und unsere Kanäle, wie Sie es gerade formuliert haben, zu nutzen, um am Ende auch bundesweit zu einer solchen App zu kommen, weil die Sinnhaftigkeit für uns völlig unbestritten ist und deshalb auch zwingend auf die normale Tagesordnung gehört. Herr Dr. Terpe, genau darum ging es bei der Frage, warum schon in der Kita. Aber das ist genau der Einstieg. Also, ne, Sie haben es selber versucht, noch mal darzustellen, so sehen wir das auch: Es geht vor allem darum, die Angst zu überwinden und zunächst spielerisch zu erkennen, in welche Situation man als Kind geraten ist. Und idealerweise hat man dann die entscheidende Nummer im Kopf, nämlich 112, und ruft laut „Hilfe“, wie es der Kollege uns gerade hier auch noch mal vorgemacht hat. Insofern ist das, glaube ich, klar. (Zuruf von Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und Sie haben recht, die Angehörigen sind ein entscheidender Faktor, jedenfalls dann, wenn es am Ende darum geht, ein tragfähiges Konzept aufzubauen. Insofern würde ich die Angehörigen in die Kategorie „zu Interessierende“ tatsächlich einpflegen und erhoffe mir, durch eine kontinuierliche Arbeit von der Schule also tatsächlich bis zum Altenheim das Interesse an der Ersthilfe und vor allem natürlich auch an der Laienrettung zu initiieren. Frau Klingohr, im Prinzip – jetzt sehe ich sie gar nicht, ach, hinter mir – ist es tatsächlich so, die zitierten Sätze der Bildungsministerin kann jeder von uns unterstreichen. Das Problem ist nur Ihre Konsequenz und Ihre Folgen aus diesen Sätzen. Wenn die Sätze stimmen, dann müssten Sie genau zu dieser Folge kommen, nämlich einer verpflichtenden Einrichtung an allen Schulen. Und genau das wünschen wir uns an dieser Stelle. Ich würde Sie herzlich bitten, unserem Antrag tatsächlich eine Chance zu geben und ihm zuzustimmen, von mir aus auch, sehr geehrte Koalitionsfraktionen, als Rückenwindantrag. – Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE, Sandy van Baal, fraktionslos, Barbara Becker-Hornickel, fraktionslos, und David Wulff, fraktionslos)

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