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David Wulff

fraktionslos 15.05.2025 Sitzungen 8/106

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe CDU-Fraktion! Die Wichtigkeit des Themas streitet hier im Hause zum Glück niemand ab, das ist schon mal gut. Kleiner Hinweis: Wir hatten auch als FDP-Fraktion ja hier schon mal auch gerade zum Thema Ersthelfer-App das Ganze. Wir warten auch da sehnsüchtig noch auf die Umsetzung. Ich glaube auch nicht, dass es zwingend bundesweit einheitlich sein muss, solange die Apps miteinander kompatibel sind. Aber nichtsdestotrotz, ich finde es gut, dass die CDU das hier noch mal auf den Tisch gebracht hat, denn Wiederholung schafft Sicherheit. (Sebastian Ehlers, CDU: Festigt.) Und ich glaube, das ist auch das zentrale Thema bei der Ersten Hilfe. Denn wer weiß es hier noch, wer kriegt es hin – prüfen, rufen, drücken, in welchem Verhältnis? Feuerwehrmann weiß es, ja, genau, also nutzen wir die gute Zeit hier! Prüfen, rufen, drücken: Ich spreche an: „Hallo! Hören Sie mich?“ Wenn ich eine bewusstlose Person auf dem Boden finde, dann rufe ich zunächst um Hilfe, also wirklich laut „Hilfe!“, damit man mich wirklich hört, damit jemand reinkommt. Und dann geht es los. Wenn ich geprüft habe, dass keine Atmung da ist, fange ich an mit dem Drücken. 30 : 2, alles, was Sie früher mal gehört haben, es gibt verschiedene Spielarten, erst die Initialbeatmung, 15 : 2, 2 : 15, 2 : 30, alles egal! „Stayinʹ Alive“ ist ein gutes Lied, um den Rhythmus reinzukriegen. (allgemeine Unruhe) Fangen Sie an zu drücken, 30 : 2 – das ist das, was der Laie wissen muss, mehr nicht –, vernünftig tief, vernünftig aus der Schulter heraus und nicht zu sehr aus den Armen. Wenn Sie das hinbekommen und das regelmäßig üben, dann haben Sie mehr drauf als die meisten Ersthelfer, die das vielleicht mal bei einem Führerscheinkurs gemacht haben. Und das sage ich hier deshalb, weil das so wichtig ist, weil das so wichtig ist, das so oft zu wiederholen und das so oft zu üben. Denn machen wir uns doch alle nichts vor, wer das nicht regelmäßig übt, wer das nicht ab und zu prüft, ob er das noch kann oder nicht, hat Angst. Ich komme auf eine Person zu, die liegt hilflos am Boden, (Marcel Falk, SPD: Ja.) bewegt sich nicht, atmet wahrscheinlich nicht. Ich komme bei einem Verkehrsunfall dazu. Was ist die erste natürliche innere Reaktion, wenn ich nicht sicher bin in dem, was ich tue? Es ist Angst, und Angst macht dicht. Und das wollen wir vermeiden. Und deswegen finde ich es auch wirklich gut, diese großen Ereignisse, wie dieses in Greifswald auf dem Marktplatz und anderswo, mit mehreren Hundert Laien, einfach die Puppen quer über den Marktplatz verteilt, die Little Anne, die Übungspuppen, und es wird einfach geübt. Das dauert nicht lange, ist eine schöne große Aktion und ich habe Hunderten von Menschen einfach noch mal eine kleine Wiederholung da reingebracht. Und ich finde es gut, dass das auch hier in dem Antrag noch mal mit drin ist. Ich möchte noch einen Punkt zu dem Thema Ersthelfer-App machen. Ich bin voll dabei, das in der Breite grundsätzlich auszubilden und zu wiederholen. Die Ersthelfer-App ist ja sogar noch was Besseres, denn die Leute, die so eine Ersthelfer-App nutzen und dort registriert sind, das sind in der Regel Ausgebildete – also irgendwo im medizinischen Bereich tätig oder haben eine solide Grundausbildung im Bereich Erste Hilfe –, und bevor die in dieser App aktiviert werden und zu Einsätzen hinzugezogen werden, erfolgt auch eine Schulung. Das heißt also, da habe ich auch immer diese Sicherheit und die Wiederholung mit drin, und umso besser ist das, wenn das wirklich flächendeckend eingesetzt ist. – Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU und Barbara Becker-Hornickel, fraktionslos)

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