Constanze Oehlrich
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen! Der Antrag „Gleichstellung im Mutterschutz – Zügige Umsetzung der Bundesregelung für Landesbeamtinnen sicherstellen“ kommt von einer Partei, die in ihrem Wahlprogramm keinen Hehl macht aus ihrem reaktionären Frauen- und Familienbild, (Thore Stein, AfD: Aha!) einer Partei, die ungewollt Schwangeren Abtreibungen verwehren will, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das stimmt ja nicht mal.) einer Partei, nach deren Willen Alleinerziehende, das sind bis zu 90 Prozent Frauen, (Zuruf von Horst Förster, AfD) bei ausstehenden Unterhaltszahlungen nur noch dann staatliche Unterstützung erhalten sollen, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) wenn dem Vater der Zugang zum Kind gewährt wird, und Organisationen, (Horst Förster, AfD: Pfui Teufel!) die Alleinerziehende unterstützen, (Zuruf von Horst Förster, AfD) ihre Finanzierung verlieren sollen. (Der Abgeordnete Thomas de Jesus Fernandes bittet um das Wort für eine Anfrage.) Dass sich ausgerechnet, dass sich ausgerechnet diese Partei zu Verteidiger, zu einer Verteidigerin des Mutterschutzes aufschwingen will, ist alles andere als glaubwürdig.
