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Henning Foerster

Die Linke 15.05.2025 Sitzungen 8/106

Nein, gestatte ich jetzt nicht. Vor allem in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rhein-Main, Hamburg und Berlin sorgen digitale Spiele aktuell für neue Arbeitsplätze. Soweit ich es recherchieren konnte, gibt es hingegen bei uns kein einziges nennenswertes Entwicklerstudio, und auch die Entwicklercommunity ist im Vergleich mit anderen Bundesländern und erst recht international sehr überschaubar. Und daher erscheint es mir auch sehr gewagt, jetzt auf Antrag einer Oppositionsfraktion mal eben bis zu 1 Million Euro freizuschaufeln. Und noch etwas, die Gamingbranche ist Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft, für die sich meine Fraktion seit Langem einsetzt. Und deshalb hatten wir gemeinsam mit der Branche vereinbart, eine Potenzialanalyse durchzuführen, um die Förderschwerpunkte fundiert zu bewerten. Diese Analyse ist nach meinen Informationen zwischenzeitlich fertiggestellt worden und soll zur internen Bewertung im Wirtschaftsministerium liegen. Sie wird hoffentlich bald veröffentlicht. Wir haben einen breiten partizipativen Prozess mit der Branche angestoßen, in dessen Folge eine Analyse erarbeitet wurde. Und da können wir uns jetzt doch nicht hier vor deren Veröffentlichung hinstellen und sagen, egal, was die da erarbeitet haben, wir geben jetzt auf Antrag der CDU 1 Million Euro ausschließlich in den Teilbereich Gaming. Das ist jedenfalls nicht unser Politikverständnis. Und noch etwas: Wenn zusätzliches Geld in die Gamingförderung gesteckt werden soll, dann darf das Thema Medienbildung nicht hintenanstehen. Dazu muss ich jetzt nicht im Detail ausführen, weil die ganzen Probleme – Spielsucht und ähnliche Themen – heute schon hier eine Rolle gespielt haben. In der Summe, das ist ein interessanter Antrag. Ich habe versucht, mich sachlich damit auseinanderzusetzen, ablehnen werden wir ihn trotzdem. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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