Thomas de Jesus Fernandes
Sehr geehrtes Präsidium! Werte Damen und Herren! Herr Barlen, vielleicht hören Sie zu! Sie waren ja hier sehr angriffslustig am Pult. Wir haben nicht über den Jugendschutz gelacht, was Sie hier widerrechtlich durchs Mikrofon als Unwahrheit kundgetan haben, (Julian Barlen, SPD: Widerrechtlich vor allem! – Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das haben Sie nicht zu entscheiden, was widerrechtlich ist und was nicht.) sondern einfach über Ihre, über Ihre Ahnungslosigkeit zu diesem Thema, Herr Barlen. Darüber haben wir gelacht, und das war es auch wert. Da muss man drüber lachen, so ahnungslos, wie Sie sind, denn anscheinend wissen Sie, obwohl Sie ja anscheinend auch Elternteil sind, Sie haben ja berichtet, Ihr Sohn kommt ja zu Ihnen und zeigt Ihnen, was da Neues möglich ist. Also sind Sie quasi wirklich ahnungslos, weil sonst würden Sie wissen, was Ihr Sohn mit dem Handy macht, wenn er eben noch nicht volljährig ist. (Beifall Martin Schmidt, AfD) Und da sind wir wieder bei der elterlichen Verantwortung, meine Damen und Herren. (Julian Barlen, SPD: Wir reden miteinander. Ich weiß nicht, könnten Sie auch mal machen.) Geschäftsfähig ist man mit 18 Jahren. Da kann man ein Konto aufmachen, da kann man sich eine Kreditkarte holen und man kriegt auch vorher keinen Zugang zu einem Apple Store und kann sich dann auch In-Game-Sachen mit der Telefonrechnung abrechnen lassen, weil man auch einen Handyvertrag erst ab 18 kriegt. (Julian Barlen, SPD: Also das Problem gibts gar nicht?) Also wo sind die Eltern bei Ihnen und Ihren Vorhaben? (Beifall Martin Schmidt, AfD) Die spielen da einfach keine Rolle, weil Familie für Sie keine Rolle spielt. (Julian Barlen, SPD: Das Problem gibts gar nicht, ja?) Das wissen wir ja. Und aus diesem Grund haben wir das hier angesprochen und bemängelt. Und wir haben gesagt, natürlich muss im Bereich Prävention hier was passieren. (Julian Barlen, SPD: Ja, klar!) Aber bei echtem Glücksspiel, Herr Barlen, wo wir den Glücksspielstaatsvertrag mehrfach behandelt haben, wo wir mehrfach gefordert haben, aus dieser Steuer, die da sowieso kassiert wird, muss prozentual ein Anteil, ein fester Anteil in die Prävention gehen, da haben Sie sich alle dagegen verwahrt. Da gehört das nämlich aber auch hin, ja, (Unruhe bei Christian Albrecht, DIE LINKE) und das wollten Sie nicht. Und jetzt sind Sie auch verdammt leise und sagen gar nichts mehr zu dem Thema. Aber bei diesem hier, was mit dem Glücksspiel nichts zu tun hat, da wollen Sie ran, da wollen Sie Kohle mit verdienen. Das ist der eigentliche Hintergrund bei der Sache. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
