Julian Barlen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die wichtigste Nachricht dieses Tages für die Beschäftigten, für den Tourismusverband, aber auch für den Tourismus im Land, die lautet, eine Insolvenz des Tourismusverbandes ist vom Tisch, meine Damen und Herren. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Der Verband erhält weiter Förderung, (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) und auch das Ziel einer weiterhin zukunftsfähigen, stabilen Struktur der Tourismusförderung ist zwischen den Beteiligten verabredet worden. Dieser Weg kann jetzt gemeinsam beschritten werden. Und das, meine Damen und Herren, ist gut so, das unterstützen wir als SPD-Fraktion hier im Landtag ausdrücklich. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) Unser Bundesland, die Vorrednerinnen und Vorredner, und da sind wir uns auch einig hier in diesem Haus, unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist ein Spitzentourismusland in ganz Deutschland. Und das hat gute Gründe. Das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis harter Arbeit von kreativen, mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern, rund 130.000 engagierten Beschäftigten, von starken Destinationen innerhalb unseres Bundeslandes und, ja, auch das Ergebnis eines funktionierenden touristischen Systems mit starken Unterstützungsstrukturen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Deshalb will ich auch für die SPD-Fraktion noch einmal bekennen und festhalten, der Tourismus ist für unser Bundesland eine tragende Säule, (Patrick Dahlemann, SPD: So ist es.) ökonomisch, kulturell, gesellschaftlich und für uns alle, die in touristisch geprägten Regionen auch leben, ihre Wahlkreise haben, verbunden sind. Auch emotional ist das für uns so. (Zuruf von Patrick Dahlemann, SPD) Millionen Gäste kommen jedes Jahr, um unser wunderschönes Mecklenburg-Vorpommern zu erleben, es zu genießen. Sie kommen gern. 32,9 Millionen Übernachtungen in 2024, ein Plus, ein sattes Plus im Vergleich zum Vorjahr, heißt, bei den Ankünften, bei den Übernachtungen war 2024 – das Jahr 2024, Verzeihung – das Tourismusjahr mit den zweitbesten Zahlen seit der Wiedervereinigung, meine Damen und Herren. (Zuruf von Patrick Dahlemann, SPD) Und da können alle, die dazu einen Beitrag geleistet haben, wirklich stolz sein. Wir sind stolz auf diese Leistung der Menschen im Tourismus hier im Land. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und so, wie wir uns uneingeschränkt zu der Bedeutung des Tourismus für unser Bundesland bekennen, so bekennen wir uns natürlich auch als Politik uneingeschränkt dazu, Verantwortung zu tragen, diesen Wirtschaftszweig zukunftsfest weiterzuentwickeln. Und das tun wir schon immer. Und das tun wir gerade in diesen schwierigen Zeiten umso mehr, meine Damen und Herren. Und deshalb sagen wir auch mit aller Klarheit, wir lassen die Branche nicht im Stich. Und wir lassen auch die Beschäftigten der Branche nicht im Stich. (Patrick Dahlemann, SPD: Richtig!) Und es ist gut, meine Damen und Herren, dass es jetzt eine Klarheit gibt zwischen dem Verband, zwischen dem Ministerium, zwischen den Akteuren, dass es das Ziel gibt und einen weiteren Weg, den man jetzt gemeinsam beschreiten wird, und einen Weg, meine Damen und Herren, auf dem übrigens auch viele einzubeziehen sein werden, zum Beispiel die Kammern, zum Beispiel die Touristiker, zum Beispiel die Praktiker vor Ort. Das ist wichtig, denn was wir jetzt wirklich alle brauchen für das Tourismusland M-V, das ist keine parteipolitische Bühne, sondern das ist eine ruhige, eine sachliche, eine entschlossene Klärung. Es ist gesagt worden, es geht um Vertrauen, es geht um Verantwortung, und vor allem geht es uns aber um die Zukunft des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und damit zur aktuellen Situation: Der Tourismusverband hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr gute Arbeit geleistet. Er hat das Land mit aufgebaut als Tourismusstandort, als strahlende Destination in Deutschland. Und dafür gebührt dem Verband Anerkennung, dafür gebührt ihm unser Dank. Und einmal direkt gesprochen in Richtung der Kolleginnen und Kollegen im Tourismusverband: Heute Morgen habe ich Ihren Brief auf den Tisch bekommen, habe ihn sofort sehr ausführlich gelesen, und ich nehme Ihre Perspektiven – und damit spreche ich für uns als Fraktion insgesamt –, Ihre Perspektiven, Ihre Interessen, aber vor allem auch Ihre Sorgen, die Sie in den letzten Wochen ganz selbstverständlich haben mussten, sehr ernst. Und ich will Ihnen versichern, dass wir in der Sache an einem Strang ziehen. Uns geht es um eine, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) uns geht es um eine bestmögliche Positionierung und Wahrnehmung des Tourismus. Das ist und bleibt unser gemeinsames Ziel. Die Insolvenz ist vom Tisch. Jetzt geht es um die planvolle, die durchdachte Zukunftsstruktur. Da geht unser Blick jetzt gemeinsam nach vorne. Und hier im Parlament werden wir das begleiten, konstruktiv in der Sache. Der Ausschuss für Tourismus wird sich nach Ostern im Rahmen der Anhörung damit befassen, wir haben es gehört. Und uns geht es um die ausdrückliche Wertschätzung Ihrer Arbeit. Uns geht es darum, dass langfristig tragfähig jetzt eine Lösung gefunden wird, (Zuruf von Petra Federau, AfD) wo es strukturelle Unterstützung bestmöglicher Art für den Tourismus gibt. Und das war eine schwere Zeit. Und ich will an der Stelle auch sagen, der Präsidentin Birgit Hesse, Herrn Waldmüller aus dem Vorstand des TMV, unserem Tourismusminister und, ja, auch Tobias Woitendorf, (Sebastian Ehlers, CDU: Aha!) für seine Verdienste gebührt ihm unser Dank an dieser Stelle, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Martin Schmidt, AfD) unabhängig von Fragen, die vielleicht noch offen sein könnten. Ich kann Ihnen versichern, ich kann Ihnen versichern, wir haben als SPD-Fraktion die klare Erwartung, dass die Branche sich jetzt vollends darauf konzentrieren kann, mit Volldampf in die Saison, in eine erfolgreiche neue Saison mit Millionen strahlenden Gästen starten zu können, (Petra Federau, AfD: Glauben Sie doch wohl selbst nicht!) um wieder ein erfolgreiches Tourismusjahr auf die Beine stellen zu können. Und deshalb jetzt bitte Konzentration, den Tourismus nicht als parteipolitische Bühne nutzen, das trägt nicht bei. Ich schlage vor, lassen Sie uns das Erreichen dieses Ziels gemeinsam engagiert begleiten, im Ausschuss, in den zuständigen Gremien, mit den Akteuren im Land, mit einem klaren Blick auf die Interessen der Tourismusbranche, denn eines kann ich für uns heute mit fester Überzeugung sagen: Wir stehen an der Seite der Beschäftigten, der Unternehmen im Tourismus, wir stehen an der Seite der Region und wir stehen an der Seite einer starken, zukunftsfesten Struktur des Tourismus der Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür braucht es Vertrauen, dafür braucht es eine tragfähige Struktur. Dafür braucht es an dieser Stelle jetzt kein Tamtam. Und um es mit Blick auf dieses gemeinsame Ziel abschließend mit den Worten der Verbandspräsidentin zu sagen, die ich der eben veröffentlichten Pressemitteilung entnehmen darf, die ich aber auch sehr treffend fand, ich zitiere: „Wir sind froh und erleichtert, dass wir den Blick jetzt“ gemeinsam „nach vorn richten können. Im Sinne der Mitarbeitenden, der Verbandsmitglieder, der Tourismusbranche und des gesamten Landes ist das ein gutes und beruhigendes Zeichen.“ Dem schließe ich mich an. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
