Dirk Bruhn
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Allen 27.000 Feuerwehrleuten hier im Land möchte ich eins sagen: Wir können auf euch nicht verzichten, auf keinen Einzigen. Vielen Dank für eure professionelle Arbeit, die ihr jeden Tag und vor allem zu jeder Tageszeit leistet! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Dieser Dank gilt den Berufswehren und Freiwilligen Feuerwehren gleichermaßen. Hervorheben möchte ich denn aber doch noch mal die ehrenamtlich Engagierten, die tagsüber ihre Arbeit oder nachts auch das Bett verlassen, um zu helfen, ob bei Bränden, Unfällen oder anderen Gefahrenlagen. Dieses Engagement kann ich nicht hoch genug schätzen, nicht zuletzt, weil die vielen Freiwilligen Feuerwehren im Land ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft und aktiver Gestalter so manches Dorflebens sind. Vielen Dank! Meine Damen und Herren, die Brandschutzstrukturen haben für uns und die rot-rote Landesregierung eine enorm hohe Priorität. Das haben wir in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. Trotz einer angespannten Haushaltslage bleiben die planmäßigen Zuweisungen im vergangenen Doppelhaushalt stabil oder wurden sogar erhöht. Allein das kann sich sehen lassen. Aber für uns ist es genauso wichtig, das Ehrenamt im Bereich des Brandschutzes aktiver zu gestalten. Dazu gehört auch, die Rahmenbedingungen für die Kameradinnen und Kameraden zu verbessern. Ehrenamt macht gleich viel mehr Spaß mit einer modernen Technik, die in einem modernen Gerätehaus untergebracht ist. Ich kann mich noch gut an die Löschfahrzeuge mit Hoheitszeichen der DDR erinnern, die 2018 in Groß Laasch ausfuhren, nur leider rückten diese nicht zu einer historischen Feuerwehrausstellung aus, sondern zu einem Großbrand im Moor. Diesem Zustand, der wohl nur bei Oldtimerfans und Historikern leuchtende Augen auslöst, wollten wir Abhilfe leisten. So haben wir als Land in den letzten Jahren zusätzlich zu den planmäßigen Ausgaben ganze 100 Millionen Euro aufgebracht für moderne Technik in modernen Gerätehäusern. Meine Vorredner und insbesondere der Innenminister haben zu diesen beiden Programmen ausgeführt. Aber sowohl das Programm für die Gerätehäuser als auch das Programm für die Löschfahrzeuge belegen die herausgehobene Bedeutung, die wir den Feuerwehren hier im Land beimessen. Ich danke den regierungstragenden Fraktionen und der rot-roten Landesregierung für dieses unmissverständliche Zeichen der Wertschätzung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Meine Damen und Herren, ich möchte noch mal ein/zwei Dinge erwähnen, die mich in letzter Zeit geärgert haben beziehungsweise die Unverständnis in mir ausgelöst haben. Ich halte es für unredlich, dass Mitglieder dieses Hauses keine Gelegenheit liegen lassen, um mit Lügen und Halbwahrheiten die Erfolge der letzten Jahre kleinzureden oder die Landesregierung in Misskredit zu bringen. Herr Kramer, Sie haben gesagt eben, fehlende Technik in gerade kleinen Gemeinden. Meine Gemeinde – 450 Einwohner auf sechs Ortsteile – ist klein. Wir haben in den letzten Jahren zwei Fahrzeuge eingekauft. Also Ihre, Ihre … (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ist immer gut, wenn ein Landtagsabgeordneter in so einer kleinen Gemeinde wohnt, richtig?! – Jeannine Rösler, DIE LINKE: Das hat damit gar nichts zu tun!) Das haben wir vorher gemacht. Also das ist auch dämlich, tut mir leid. Zu Ihrer, zu Ihrer Aussage, große Städte würden bevorzugt werden, das würde sich allein dadurch erklären lassen, (Nikolaus Kramer, AfD: Oft! Oft, habe ich gesagt.) dass große Städte größere Mannschaftsstärken haben und den Gemeinden ringsum helfen.
