Julian Barlen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Auf jeden Fall können wir schon mal festhalten aus der Debatte, der Erfolg, der hat immer viele Mütter und Väter. Und auch sicherlich für Gehör sorgen wird innerhalb der Reihen der FDP ein neuer Standard, den die Kollegin Frau van Baal für ihre Partei gesetzt hat, nämlich, dass Bildungserfolg auf keinen Fall vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf. Das werden wir uns auf jeden Fall für zukünftige bildungspolitische (René Domke, FDP: Ich glaube, ich höre nicht richtig?!) Debatten merken, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von René Domke, FDP) wenn es zum Beispiel um die frühkindliche Bildung und Betreuung geht. Meine Damen und Herren, heute ist auf jeden Fall ein guter Tag (René Domke, FDP: Mein Gott!) für den Sport in Mecklenburg-Vorpommern. Ich glaube, das hat die Debatte gezeigt, da sind wir uns einig. Und heute ist auch ein guter Tag, insbesondere für den Leistungssport in Rostock, aber auch an den weiteren Standorten der Eliteschulen des Sports in Schwerin und in Neubrandenburg. Mit der Einbringung dieses Gesetzentwurfes gibt es ein wichtiges und tatsächlich – niemand hat darum herumgeredet, auch die Sportministerin nicht – ein lang erwartetes Ergebnis. Das CJD Sportinternat in Rostock wird hinsichtlich des Internatslastenausgleichs dauerhaft den hervorragenden Sportinternaten in Schwerin und in Neubrandenburg gleichgestellt und die Internatskosten werden zu diesem Zwecke gedeckelt. Und damit wird im Übrigen das für die Zukunft verlässlich abgesichert, was sportlich, aber was auch finanziell längst Realität ist: die Anerkennung und die Unterstützung der herausragenden Arbeit auch am Standort Rostock, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Rainer Albrecht, SPD: Sehr gut! So muss das sein!) Sport ist mehr als Wettkampf, er steht für Fairness, er steht für Zusammenhalt der Gesellschaft, er steht für das Engagement. Und in Mecklenburg-Vorpommern gelingt uns seit vielen Jahren die Balance zwischen Breitensport und Spitzensport. Und wir wissen aber auch, wer im Sport Höchstleistungen erbringen will, braucht eben auch gute und bezahlbare Rahmenbedingungen. Und da ist uns wichtig, dass die finanziellen Verhältnisse eben nicht des Elternhauses dafür verantwortlich sind, ob ein leistungsfähiges Kind, ein talentiertes Kind die Chance hat, im Sport auch dieses Talent zu entfalten. Und ja, Herr Waldmüller – auch andere Vorrednerinnen und Vorredner sind darauf eingegangen –, das Thema steht schon länger auf der Tagesordnung. Das war kein Ergebnis, was uns allen in kurzer Zeit zugeflogen ist. Aber ich will eines klar hervorheben: Das Thema ist von Anfang an auch adäquat beantwortet worden. Es hat auch im Übergang für 2024, für 2025 die faktische Deckelung der Internatskosten gegeben. Dafür sind ja etwa 400.000 Euro auch zusätzlich zur Verfügung gestellt worden, um die Elternbeiträge entsprechend zu halten, und eine Ausgleichsmaßnahme, die jetzt per Gesetz Rostock, Schwerin und Neubrandenburg auf ein Level stellt, eben auch im Übergang sicherzustellen. Das ist möglicherweise den Rednerinnen und Rednern der Opposition etwas durch die Lappen gegangen, dass es auch diesen Übergang gab. Und heute geht es also darum, auch diese im Übergang gewährleistete Lösung dauerhaft auf eine rechtliche Grundlage zu stellen im Sinne der Chancengleichheit, im Sinne der jungen Sportlerinnen und Sportler, die auch in Rostock dieselben Bedingungen brauchen wie in Schwerin und in Neubrandenburg. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und da will ich die Gelegenheit nutzen, und da sind wir uns auch sicher sehr einig mit Blick auf diesen Standort, da wird seit vielen Jahren herausragende Arbeit geleistet, unter anderem beim Shorttrack, beim Handball, bei der Leichtathletik, beim Fußball, beim Segeln, Rudern, Schwimmen, Turmspringen, viele andere Sportarten, viele junge Talente aus unserem Land trainieren dort, leben und lernen dort, verbinden schulische Bildung und sportliche Ausbildung auf höchstem Niveau mit großem persönlichen Einsatz, und ich bin sehr dankbar, dass wir hier als Landespolitik die Verantwortung tragen, diese Arbeit, diesen Einsatz auch weiter zu unterstützen und zu fördern. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Da geht es auch eben nicht nur um den Standort Rostock, sondern um eine Stärkung des Leistungssportes insgesamt und übrigens auch um eine Absicherung eines ganz wichtigen Strukturmerkmals für ein großes gemeinsames Vorhaben, das wir hier tragen, denn, wenn wir sagen – und das haben wir als Landtag gesagt –, 2040, da soll Mecklenburg-Vorpommern ein guter Teil einer deutschen Olympiabewerbung werden, dann heißt das, dass die Talente von heute eben auch die Medaillengewinner von morgen sein sollen, ausgebildet in unseren Eliteschulen, trainiert in den Internaten und eben auch unterstützt von den Kommunen und vom Land und eben auch dauerhaft mit Kostengerechtigkeit. Und da will ich schon sagen, die Abstimmung, die auch Ministerin Drese angesprochen hat, zwischen den Landkreisen und den kreisfreien Städten, das hat lange gedauert. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Und das geht übrigens über die Farben von etwaigen Parteibüchern, lieber Herr Renz, lieber Herr Waldmüller, weit hinaus. Da kann man sagen, na ja, das ist ein kleiner Betrag, der da jetzt gezahlt werden muss, der jetzt gelöst werden muss, da kann man sich aber teilweise auch wundern, wie hartleibig über solche Beträge dann auch gefeilscht und gerungen wird. Und, Herr Waldmüller, da empfehle ich Ihnen auch das Gespräch mit Ihren Kolleginnen und Kollegen auf der kommunalen Ebene, dass wir da auch klar sind. (Zuruf von Daniel Peters, CDU) An der Stelle, meine Damen und Herren, und damit komme ich zum Schluss, vielen Dank allen, die dem Sport und auch dem Elitesport in Mecklenburg-Vorpommern Rechnung tragen, die überhaupt dazu beitragen, dass wir erfolgreich ein Sportland sein können. Das wäre ohne die Sportinternate nicht denkbar, nicht möglich. Aber es gibt viele, viele, viele Menschen mehr im Land, die das täglich leisten. Und da gilt unser Dank als SPD-Fraktion den unzähligen Haupt- und Ehrenamtlichen im Landessportbund, in den Kreissportbünden, in den Sportvereinen und -verbänden, den Trainerinnen und Trainern, den Übungsleiterinnen und Übungsleitern, den Verantwortlichen in den Schulen inklusive der Internate, den Mitarbeitenden, auch in den Sportstätten, den engagierten Eltern, den Förderern, Sponsoren und Unterstützern und natürlich nicht zuletzt den sportbegeisterten Menschen, ob jung und alt. Sie alle leisten einen unschätzbaren Beitrag für unser Sportland Mecklenburg-Vorpommern. Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Dieses Gesetz ist also ein Signal an unsere jungen Sportlerinnen und Sportler im Land, euer Einsatz, euer Ehrgeiz, eure Leidenschaft, die lohnen sich. Es ist ein Signal an die Eltern, wir lassen sie nicht allein, wir sorgen für faire Bedingungen in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Ich wünsche mir, dass wir dieses Gesetz überweisen und weiterhin so positiv gemeinsam tragen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
