Horst Förster
Vielen Dank! Frau Schmidt, Sie haben die Familiensituation angesprochen. Das ist für mich ein Lieblingsthema, weil ich da sehr viel zu sagen kann und es völlig richtig finde, dass es nicht nur die Sache der Frau ist. Aber Sie haben eben in Ihrer Diskussion wieder einen ganz maßgeblichen Punkt außer Acht gelassen. Wenn Eheleute oder auch die Partner, die zusammenleben, sich so verständigen, dass meinetwegen die Frau mit den kleinen Kindern mehr zu Hause ist, dann hat sie finanzielle Nachteile. Die werden aber – solange sie zusammenleben –, wenn sie, das geht schief, die Ehe wird geschieden, wird das voll durch den Versorgungsausgleich ausgetragen. (Rainer Albrecht, SPD: Und wenn Sie alleine ist?) Also auch die Frau, die nur, in Anführungsstrichen, Hausfrau ist und ein paar Kinder hat, und er verdient riesige Mengen, vielleicht hier im Parlament, also vergleichbar viel Geld, dann wird das voll ausgeglichen. Also diese, das ist dann eine Folge dessen, was die miteinander ausmachen. Und das ist doch das Problem, dass es denen überlassen sein muss. Es muss doch dem Paar, den Eheleuten, den Eltern überlassen sein, wer sich in erster Linie um das kleine Kind kümmert. Und wenn das überwiegend dann so ist, weil die Frau das macht, dann macht sie es im Zweifel – wenn die Partnerschaft funktioniert – nicht, weil er das kommandiert, sondern weil sie in der Situation es lieber macht als er. Das muss man doch hinnehmen, das ist doch nicht schlimm. Sie kriegt doch zufällig noch die Kinder, sie bringt sie zur Welt und nicht der Mann. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist ja ein Ding, ganz modern! – Zuruf von Beatrix Hegenkötter, SPD) Und dann, wenn die das nun mal so – sehen Sie, Sie machen den fundamentalen Fehler, dass Sie aus meiner Sicht die Frauen entwürdigen, wenn Sie sie ausschließlich unter dem Aspekt der Erwerbstätigkeit, was man verdient, und das sind männerorientierte Maßstäbe – messen. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Michael Noetzel, DIE LINKE: Sagt der Mann. – Zuruf von Daniel Seiffert, DIE LINKE) Nein. Fragen Sie sich doch mal, wo denn die gesellschaftliche Leistung auch für die Gesellschaft liegt, wenn eine Frau mehrere Kinder bekommt, nette, hübsche Kinder, die auch noch was werden später! (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Dann hat sie mehr für die Gesellschaft getan.) Ist das mehr oder weniger, als wenn sie bei Aldi an der Kasse sitzt? Denn nicht alle haben solche Jobs wie hier. Das sollten Sie mal fragen! Diesen Themen, denen weichen Sie völlig aus. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
